Rund 135.000 Wohnungen und 1400 Gewerbeobjekte vermietet die SAGA in Hamburg.
  • Rund 135.000 Wohnungen und 1400 Gewerbeobjekte vermietet die SAGA in Hamburg.
  • Foto: picture alliance/dpa

„Lassen niemanden im Stich“ : So will Hamburg 1400 Läden vor der Miet-Pleite schützen

Um der Gastronomie und dem Einzelhandel in der Corona-Pandemie unter die Arme zu greifen, hat sich die SAGA ein hehres Ziel gesetzt: Sie will 1400 Mietverhältnisse im Gewerbe retten.

Die Unternehmensgruppe SAGA will ihre Gewerbemieterinnen und -mieter „nicht im Stich lassen“, teilt die Gruppe am Dienstag mit. Das Unternehmen setzt es sich zum Ziel, jedes Mietverhältnis zu sichern. Es vermietet in Hamburg derzeit mehr als 135.000 Wohnungen und 1400 Gewerbeobjekte.

„Noch keinem einzigen gekündigt“ – SAGA will 1400 Läden retten

„Bislang hat die SAGA wegen Corona-Betroffenheit keinem einzigen Gewerbemieter gekündigt. Das bleibt die Richtschnur des Handelns“, heißt es in der Mitteilung.

Um dieses Konzept weiter zu verfolgen, sei nun ein dreistufiges Verfahren entwickelt worden, um betroffenen Mieterinnen und Mietern unter die Arme zu greifen.

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Im ersten Schritt sollen Mietrückstände „zinslos gestundet“ werden, die Zahlungsfrist der Mieten also ohne anfallende Zinsen nach hinten geschoben werden. „Im zweiten Schritt bieten wir auf der Grundlage eines schlanken und unbürokratischen Verfahrens an, die staatlichen Corona-Hilfen mit Blick auf die Erstattung der relevanten Fixkosten auf bis zu 100 Prozent aufzustocken, so dass anteilig Mietnachlässe gewährt werden können.“

Drei-Schritt-Verfahren soll 1400 Gewerbe retten

Falls die Hilfen nicht ausreichen sollten, wolle die SAGA außerdem auf Grundlage von Einzelfallprüfungen zusätzliche Hilfsmaßnahmen ergreifen. Rund 600 Gewerbemieterinnen und -mieter, die von Teil- oder vollumfänglichen Schließungen betroffen waren oder sind habe die Unternehmensgruppe daher in den vergangenen Wochen nochmals Hilfeangebote per Brief zugeschickt.

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Bis Dienstag hätten sich ungefähr 40 Mieterinnen und Mieter zurückgemeldet, „von denen 23 um Prüfung eines Mietverzichts bitten und bei denen wir uns in finalen Abstimmungsgesprächen zur Lösung der jeweils individuellen Problemlagen befinden“.

Weiteren rund 50 Mieterinnen und Mietern, mit denen die SAGA bezüglich der Absicherung des Mietverhältnisses in Kontakt stand, sollen noch entsprechende Angebote unterbreitet werden.

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