Geschlossene Türen bei der Parfümerie-Kette Douglas. Corona hat dem Unternehmen übel mitgespielt. (Symbolbild)
  • Geschlossene Türen bei der Parfümerie-Kette Douglas. Corona hat dem Unternehmen übel mitgespielt. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/dpa

Ladensterben geht weiter: Hunderte Douglas-Filialen werden dichtgemacht

Jetzt trifft es auch Douglas: Europaweit schließt die Kette 500 ihrer 2400 Filialen. Bis Herbst 2022 soll jede fünfte Filiale dichtgemacht werden. „Hauptsächlich in Südeuropa“, wie das Unternehmen am Donnerstagmorgen mitteilte.

Auch Deutschland werden sich einige Filialen verabschieden: Von 430 schließen 60 – damit verlieren rund 600 Angestellte ihren Arbeitsplatz.

Corona-Lockdown: Der Trend heißt Online-Handel

„Die Anpassungen des Filialnetzes gehen einher mit einer schlankeren Aufbauorganisation“, heißt es in einer Marktmitteilung des Unternehmens. Ziel der deutschen Kette sei es, Kosten einzusparen. Das solle dafür sorgen, dass Douglas ab dem kommenden Geschäftsjahr 2021/2022 wieder Gewinn macht.Geschäftsführerin Tina Müller möchte den Onlinehandel weiter ausbauen. 

Das Sparprogramm sei „eine logische Konsequenz aus dem Trend zum Onlinehandel“, sagte Müller dem Spiegel. „Wir passen das Filialnetz jetzt genau so an, wie es aus heutiger Sicht richtig ist.“ Die Bewegung in den Onlinehandel werde weitergehen.  

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Durch die Pandemie verloren die Filialen ihren Umsatz, das Online Geschäft hingegen florierte. Unter dem Strich fuhr Douglas unter der Leitung von Geschäftsführerin Tina Müller auch aufgrund von Abschreibungen einen Verlust von rund 517 Millionen Euro ein.

Die Erträge gingen insgesamt um 6,4 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro zurück. Der operative Ertrag schrumpfte um 16,7 Prozent auf 292 Millionen Euro.

Die Parfümerie Douglas GmbH wurde 1910 in Hamburg gegründet und hat ihren Sitz in Düsseldorf. (mp)

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