Besucher auf einem Festival
  • So wird’s in Wilhelmsburg bei „Fast ein Festival“ fast wieder aussehen.
  • Foto: Harry Horstmann

Überall spielt die Musik

Der Hamburger Kultursommer ist ein musikalischer Frontalangriff bis in jede Pore – von der Innenstadt bis in die einzelnen Stadtteile. Spielbudenplatz, Rollschuhbahn, Hanseatische Materialverwaltung, Wilhelmsburger Festival-Gelände, Clubs, Kulturzentren: Es sind so viele dabei, dass man leicht den Überblick verlieren kann. Aber genau das ist der Clou – nach so viel Stillstand soll man der Livemusik auch wieder spontan über den Weg laufen können. Die MOPO verschafft Ihnen einen Überblick.

Von den Macher:innen der Wilhelmsburger Festivals „Dockville“ und „Spektrum“ wird’s in diesem Jahr doch eine Veranstaltungsreihe am Reiherstieg geben – sie nennen sie „Fast ein Festival“. Konzerte von etwa der Deutschpop-Songwriterin Alli Neumann (13.8.), Rapperinnen Ace Tee (24.7.), Haiyti, Mariybu (beide 14.8.), Nura (21.8.) und Eunique (22.8.) sowie Indie-Künstler:innen wie Leoniden und Ilgen-Nur (beide 20.8.) sind das Kernprogramm. Umrahmt werden die Shows schon ab 17. Juli von Kunst, Workshops, Diskussionen, Familientagen und mehr (komplettes Programm unter fasteinfestival.de, Konzerttickets ab 32 Euro). 

Alli Neumann
Fresher Deutschpop mit rauer Stimme: Alli Neumann spielt am 13. August bei „Fast ein Festival“.

Auch die Hanseatische Materialverwaltung im Oberhafen macht ein Musikprogramm. Wo es sonst skurrile Requisiten und Bühnenbilder gibt, spielen beim vom Ensemble Resonanz (eigene Konzerte: 7./8./20.8.) präsentierten Programm „Hans Resonanz“ Acts wie Felix Kubin (6.8.) oder Jacques Palminger (18.8.) – das komplette Programm und Tickets (5/10 Euro) unter tickets.resonanzraum.club.

SuedKulturSommer in Harburg

In Harburg steigt der „SuedKulturSommer“ auf dem Kanal-, Rathaus- und Schwarzenbergplatz. Das Programm ist so umfangreich, dass man sich’s besser unter sued-kultur.de genauer ansieht. Einige Highlights: Jazz und Blues von Cleo (21.7.), Platt-Pop von der Tüdelband (28.7.), Folkpop vom Singer/Songwriter David Ost And Friends (1.8.) oder Polka und Ska von Polkageist (7.8.). Die Tickets unter tixforgigs.com (Suchbegriff „SuedKulturSommer 2021“) kosten gerade mal 3,62 Euro in der Woche und 6,25 Euro am Wochenende.

Plattpop von der Tüdelband gibt’s am 28. Juli auf dem Harburger Kanalplatz beim „SüdKulturSommer“.

Knust2Go auf der Rollschuhbahn und im Hammer Park

Im Stadtzentrum ist natürlich auch einiges los: Das Knust kapert für den Kultursommer die Rollschuhbahn in Planten un Blomen. Beim „Knust2Go“ stehen etwa die Indie-Punk-Rocker Abramowicz (27.7.), die Antilopen Gang (6.8.) die progressiv-verrückten The Hirsch Effekt (7.8.) oder Rapperin Fiva mit ihrer Jazzrausch Bigband (13.8.) auf der Bühne. Als zweite Location kapert das „Knust2Go“ übrigens auch den Hammer Park, wo vom 6. bis 13. August ebenfalls Konzerte von etwa den „The Voice Kids“-Teilnehmern Batteries Of Rock oder Abi Wallenstein (beide am 8.8.) stattfinden. Alle Shows, Tickets und Preise gibt’s unter tixforgigs.com (Suchbegriff: „Knust2Go“). Übrigens: Nicht nur das Knust, sondern auch andere Clubs wie das Molotow, der Pudel oder die Astra-Stube mit dem Schrödingers sind beim Hamburger Kultursommer dabei! 

Fiva und die Jazzrausch Bigband spielen am 13. August auf der „Knust2Go“- Rollschuhbahn.

Auch das Open-Air „Draußen im Grünen“, das im Musikpavillon stattfindet, veranstaltet einige Shows im Rahmen des Kultursommers: Vom Shibly Orchester gibt’s klassische orientalische Klänge (25.7.), von Clara Pazzini Pop, Soul und Rap (3.8.) oder Indiepop von Scotch & Water (11.8.). Alle Konzerte dort sind kostenlos – eine Voranmeldung unter draussenimgruenen.de ist aber nötig.

Natürlich ist der Spielbudenplatz auch mit dabei! Entertainer Bernd Begemann (16.7.) ist genauso am Start wie Nenad, der Techno, Elektro und Balkan Beats mit seinem Akkordeon verschmelzen lässt (26.7.). Eintritt frei – mehr Infos unter spielbudenplatz.eu.

Im „MARKK“, dem Museum am Rothenbaum, wird neben Lesungen, Performances und einer Ausstellung auch ein genreübergreifendes Konzertprogramm aufgefahren: Von Eine kleine Jazzmusik gibt’s Swing- und Bigband-Sounds (17.7.) und von Rachel Harris (21.7.) klassische Violinklänge. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei – auf der Webseite markk-hamburg.de muss man sich unter „Veranstaltungen“ vorab anmelden. 

Elphi und Kampnagel: „Himmel über Hamburg“

Die Elbphilharmonie und Kampnagel tun sich für ein ganz besonderes Projekt zusammen: „Himmel über Hamburg“. Am 17. Juli um 19 Uhr werden die Dresdner Sinfoniker sich auf den Dächern der Lenzsiedlung und des SV Grün-Weiß Eimsbüttel platzieren und dort Freiluftmusik performen. Zuhören kann man in der kompletten Umgebung oder vom Sportplatz Tiefenstaaken aus, wo Sitzgelegenheiten aufgestellt werden. Auf dem Vorplatz der Elphi steigt ab 17. Juli dann auch das „Hope ’n’ Air“-Festival mit Jazz, Pop, Indie und Klassik. Programm und Tickets unter elbphilharmonie.de.

Orte, an die Sie nicht sofort denken

Werkhaus Münzviertel (Rosenallee 11): Die Konzertreihe „Multiphonics – trifft Barner 16!“ bietet fünf Konzerte zwischen Jazz, Blues, Swing und Chanson (ab 16.7., Eintritt frei, werkhaus-muenzviertel.de) +++ Alsterschlösschen Burg Henneberg (Marienhof 8): mehrere Konzerte – am 21.7. spielt etwa der Deutschpop-Künstler Lukas Droese (ab 20 Euro, alsterschloesschen.de) +++ August-Lütgens-Park (Hospitalstraße): Bei der Konzertreihe „FemJazz“ vom „HausDrei“ und dem Frauenmusikzentrum spielen an vier Dienstagen in Folge weibliche oder nicht-binäre Jazz-Acts (ab 20.7., ab 1,50 Euro, haus-drei.de) +++ Ev.-luth. Cornelius-Kirchengemeinde (Dritte Meile 1): Beim „Fischbeker Musiksommer“ gibt’s Weltmusik, Jazz, Klassik, Kindermusik und vieles mehr im Kirchhof (ab 19.7., Tickets unter cornelius-kirche.de)

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