Logo Hamburg Corona
  • Ob das „Logo“ die Corona-Pandemie überleben würde, blieb lange ungewiss. (Archivbild)
  • Foto: IMAGO / Hanno Bode

Hamburger Kult-Club bekommt neue Betreiber

Seit fast fünfzig Jahren gehört das „Logo“ fest zur Hamburger Musikszene. Die Corona-Pandemie machte dem kleinen, überaus beliebten Live-Club im Grindelviertel zuletzt aber mächtig zu schaffen. Ein Betreiberwechsel schlägt jetzt ein neues Kapitel auf – und lässt das „Logo“ leben. Zum Neustart kommt eine echte Kultband vorbei.

Das letzte Konzert im „Logo“ ist lange her, 19 Monate schon steht der Live-Betrieb schon still. In der Zwischenzeit diente der Musikclub mal als Corona-Testzentrum, mal sogar als Werbefläche für einen großen Hersteller von Milch-Alternativen. Jetzt aber ist Licht am Ende des Tunnels zu erkennen.

Eberhard Gugel gibt „Logo“ nach 27 Jahren ab

Denn das „Logo“ bekommt neue Betreiber. Karsten Schölermann führt den Betrieb nun gemeinsam mit Lea Goltz und Chris August in der neu gegründeten „Logo Concerts GmbH“. Das teilte das „Logo“ selbst am Freitag mit. Eberhard Gugel zieht sich nach 27 Jahren zurück, verkaufte seinen Anteil am Grundstück an Mitgesellschafter Schölermann.


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„So, wie man Konzerte im Moment machen darf, ist das kein Rock ‘n‘ Roll, sondern Fernsehgarten“, hatte Gugel der MOPO vor einigen Wochen gesagt. Jetzt also folgt die Übergabe an eine neue Generation. „Das Logo ist für mich und für Menschen aller Altersgruppen ein Ort, an dem Legenden geschaffen werden, über die man noch Jahre später Freunden, Kindern und Enkeln berichtet. Es ist ein Zuhause für Fans, Musiker und Crew“, sagte August, der schon als Booker und Betriebsleiter im „Logo“ wirkte.

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Zum Neustart inklusiver großer Re-Opening-Party kommen am 7. Januar die „Monsters of Liedermaching“ vorbei. Die Vorfreude der Liedermacher-Combo aus Norddeutschland ist jetzt schon riesig. „Das Logo steht kraftstrotzend liederblühend wie ein gallisches Dorf in der kulturellen Ödnis hanseatischer Bürokratie, und aus allen Ritzen und Fugen strahlt gelebte Rockhistorie“, schrieben sie bei Facebook.

Otto Waalkes Udo Lindenberg Logo 1979
Auch Komiker Otto Waalkes stand einst im „Logo“ auf der Bühne. Am Schlagzeug sitzt Udo Lindenberg. (Archivbild)

Zugleich erinnerten sich die Musiker an „so viele Anekdoten, so viele Erlebnisse, die wir Monsters mit schnapsglasigen Augen und wilden Gesten erzählen könnten“, genau wie an den „Schweiß der tanzenden Meute“, der „strömend von der Decke regnet“. Weshalb ausgerechnet das so vermisst wird, versteht nur, wer selbst schon mal ein Konzert im „Logo“ erlebt hat.

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