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Kita-Öffnung: Sozialsenatorin legt Plan vor – nächster Schritt schon Mitte Mai

Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat am Freitag einen konkreten Plan zur Öffnung der Kitas vorgelegt. Schrittweise sollen verschiedene Altersstufen wieder in die Kita gehen können, dazwischen liegen jeweils zwei Wochen Beobachtungszeit. Seit dem 4. Mai wird in den Kitas eine erweiterte Notbetreuung angeboten. Wenn sich diese Phase positiv entwickelt, könnte schon ab dem 18. Mai die nächste Stufe beginnen.

Im Vorfeld hatten die Familienminister der Länder einen gemeinsamen Rahmen für die Öffnung der Kitas vereinbart. Vier Phasen soll es bei der Öffnung der Kitas geben: Von der Notbetreuung über eine erweiterte Notbetreuung, einen eingeschränkten Regelbetrieb zurück zum vollständigen Regelbetrieb. Nach jedem einzelnen Schritt folgt eine Beobachtungsphase von zwei Wochen, die darüber entscheidet, ob die nächste Stufe folgen kann.

Kita-Öffnungen in Hamburg: Das ist der Plan

Die einzelnen Bundesländer können unter Einhaltung dieser Bedingungen ihren individuellen Plan vorlegen. Wer darf also wann wieder in die Kita? Aktuell waren in dieser Woche 17 Prozent der Kinder in Hamburgs Kitas in der Notbetreuung. In Hamburg sieht der Fahrplan insgesamt wie folgt aus:

  • Seit 16. März: Notbetreuung für Kinder, deren Eltern zur Sicherung von Infrastruktur und Versorgung tätig und auf die Betreuung angewiesen sind, sowie bei einem besonderen Förderbedarf und in individuellen Notlagen.
  • Seit 22. April: Ausweitung der Verfügung auf Alleinerziehende
  • Seit 4. Mai: Erweiterte Notbetreuung
  • Ab 18. Mai: Kinder am Übergang zur Grundschule und in die Vorschulklassen (5-6 jährige Kinder)
  • Ab 8. Juni: Viereinhalb bis Fünfjährige Kinder
  • Ab 29. Juni: Drei- bis viereinhalbjährige Kinder

Als konkrete Maßnahmen würde es in den Kitas zudem ab dem 18. Mai eine Maskenpflicht beim Bringen und Abholen, erhöhte Reinigungsintervalle, eine verstärkte Desinfektion beim Wickeln und Essen, sowie eine Betreuung in festen Gruppen geben. 

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Kitabetreuung: Wann kommt der Regelbetrieb?

Sollten alle diese Stufen erfolgreich verlaufen, könnte es noch vor Ende der Sommerferien zu einem eingeschränkten Regelbetrieb kommen. Alle Kinder könnten dann wieder in die Kita gehen – allerdings nicht gleichzeitig. Wann der Regelbetrieb dann vollständig wieder aufgenommen werden kann, steht noch nicht fest. Hiezu müsse nach Angaben der Sozialbehörde „das Infektionsgeschehen eingedämmt und die pandemische Situation aufgehoben“ sein. Bis dahin bleibt die Betreuung kostenlos.

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Sozialsenatorin: „Kitas haben viel Gestaltungsspielraum“

„Wir wollen so schnell wie vernünftig möglich wieder Normalbetrieb in Hamburgs Kitas, gleichermaßen im Interesse der Kinder und der Eltern. Es ist aber niemandem geholfen, wenn wir durch unvorsichtiges Vorgehen die Gesundheit des Kita-Personals aufs Spiel setzen oder Übertragungen in Kitas riskieren“, sagte die Sozialsenatorin. Daher gehe man schrittweise nach einem klaren Plan der Behörde vor. Die Kitas hätten dabei viel Gestaltungsspielraum – schließlich seien die Fachkräfte dort die Expertinnen und Experten in Sachen Kinderbetreuung.

Sozialsenatorin Leonhard sei die schwierige Lage der Eltern bewusst, daher gebe es nun einen Plan zur Orientierung. Allerdings müsse man immer wieder überprüfen, wann der nächste Schritt gegangen werden kann. 

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