Kaum Lockerungen trotz sinkender Inzidenzen: Der Hamburger Gastronom Hannes Schröder (39) hält das für einen „Skandal“.
  • Kaum Lockerungen trotz sinkender Inzidenzen: Der Hamburger Gastronom Hannes Schröder (39) hält das für einen „Skandal“.
  • Foto: Küchenfreunde

Kaum Lockerungen in Hamburg: Gastronom reicht’s: „Nur Außengastro lohnt sich nicht!“

In Schleswig-Holstein und Niedersachsen freut sich die Gastronomie über Lockerungen und Öffnungen. In Hamburg gibt es das trotz sinkender Inzidenz noch viel zu wenig, findet Szene-Gastronom Hannes Schröder (39). „Ein Skandal“, sagt er.

Zur Erinnerung: Früher als ursprünglich geplant soll die Außengastronomie in Hamburg zum kommenden Pfingstwochenende wieder öffnen, wie Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Sonntag angekündigt hatte.

Dabei dürfen Gaststätte in den Nachbarländern das schon längst – ab heute werden sogar die Innenbereiche geöffnet. Zwar gönne Schröder seinen Kollegen die Öffnung, doch es werde Zeit, dass das auch in Hamburg möglich wird: „Wir müssen vollständig öffnen können zu rechtzeitig festgelegten Konditionen. Dafür haben wir im Lockdown viele Investitionen getätigt“.

Hamburger Szene-Gastronom: „Nur Außengastro lohnt sich nicht“

Schröder betreibt vier Restaurants in Hamburg: „Küchenfreunde“, „Was wir wirklich Lieben“, „Botanic District“ und „Herzstück“. Seine Teams stünden bereits in den Startlöchern – aber erst, sobald die Öffnung der gesamten Gastronomie verkündet werde. Wenn nur die Außengastronomie öffnen darf, bleiben seine Läden zu. „Es lohnt sich einfach nicht!“, sagt der Gastronom. 

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Denn: Nur die Außengastronomie zu öffnen, würde ein großes wirtschaftliches Risiko bedeuten. Er müsse alle Mitarbeiter aus der Kurzarbeit holen und den Einkauf anschieben.

Trotzdem laufen die Vorbereitungen für die Öffnung auf Hochtouren. „Wir haben richtig viel investiert. In den Innenräumen haben wir Luftfilter eingebaut und die Belüftung generell erneuert. Es gibt Trennwände und aktuell installieren wir für alle Läden die Luca-App, damit diese zur Kontaktnachverfolgung zum Einsatz kommt“, so Schröder. 

Hamburger Gastronom: „Außerhausgeschäft ist keine Dauerlösung“

Während des Lockdowns wurde an allen Standorten und Läden mit Außerhausgeschäft, Food-Boxen und Online-Shop ein Teil des Umsatzausfalls kompensiert – doch das sei keine Dauerlösung.

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„Unser Kerngeschäft bleibt die Bewirtung unserer Gäste vor Ort und auch der Kontakt zu diesen. Unser Restaurant im Lehmweg heißt ja nicht umsonst ‚Küchenfreunde´. Freunde muss man auch mal persönlich sehen – und pflegen!“ (mhö)

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