Adventszeit ist Backzeit: Sechs MOPO-Mitarbeiter stellen ihre Lieblingsrezepte vor – wie diese Rentier-Köpfe aus Mürbeteig.
Adventszeit ist Backzeit: Sechs MOPO-Mitarbeiter stellen ihre Lieblingsrezepte vor – wie diese Rentier-Köpfe aus Mürbeteig.
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Käse-Kracher und Ingwer-Plätzchen: Diese Rezepte sollten Keks-Liebhaber probieren!

Adventszeit ist Plätzchenzeit – für viele gehört das Keksebacken vor Weihnachten einfach dazu. Doch welche Rezepte lohnen sich wirklich? Ingwer-Plätzchen, süße Rentier-Köpfe oder deftige Käse-Kekse: Sechs MOPO-Mitarbeiter verraten ihre Lieblingsrezepte zum Nachbacken.

Süße Mürbeteig-Rentiere

Silvia Risch, Redakteurin: Das Rezept für diese Mürbeteig-Kekse hat mir mal eine Freundin geschickt. Es ist super, um mit Kindern zu backen. Der Teig muss nicht erst noch im Kühlschrank ruhen, klebt nicht und lässt sich einfach ausrollen. Wem der Teig zu süß ist, kann ohne Probleme den Zucker reduzieren. Die Idee zur Rentier-Deko ist mir auf Instagram begegnet – die sorgt bei Erwachsenen für verzückte „Awws“ und bei Kindern für leuchtende Augen.

Zutaten:
250 g Mehl
1 Ei
1/2 Päckchen Vanillezucker
125 g Zucker
125 g Butter
ggf. etwas Zitronenabrieb
Für die Deko: Schokoglasur, Mini-Brezeln, Smarties, Zuckeraugen oder Schokodrops

Zubereitung:
Alle Zutaten miteinander vermengen und gut durchkneten (geht auch prima mit den Händen, ohne Mixer). Kreise ausstechen und bei 175 Grad (Umluft) für circa 14 Minuten backen. Mit Schokoglasur bestreichen und verzieren – die Mini-Brezeln werden zum Geweih, rote Smarties zur Nase, Schokodrops zu Augen. Besonders putzig sehen die Rentiere mit Zuckeraugen aus, die man fertig im Supermarkt kaufen kann.

Ingwer-Plätzchen

Spannende Kombination aus süß und scharf: die Ingwer-Plätzchen hfr
Spannende Kombination aus süß und scharf: die Ingwer-Plätzchen
Spannende Kombination aus süß und scharf: die Ingwer-Plätzchen

Pauline Reibe, Redakteurin: Ingwer ist gesund und gut für die Abwehrkräfte. Aber nicht nur deshalb sind die Ingwer-Plätzchen, die mir auf der Internetseite ,Einfach Backen‘ begegnet sind, der Hit, sondern weil sie auch wirklich gut schmecken. Es mag zunächst etwas außergewöhnlich klingen, aber die Kombi aus einem relativ simplen Keks-Rezept mit dem scharfen Ingwer ist überraschend und kommt bei (fast) allen gut an.

Zutaten:
80 g brauner Zucker
70 g Butter
2 Eigelb
40 g frischer Ingwer
100 g kandierter Ingwer
120 g gehackte Mandeln (blanchiert)
70 g Weizenmehl

Zubereitung:
Den kandierten Ingwer fein hacken, den frischen Ingwer fein reiben. Den braunen Zucker mit der Butter vermischen, die Eigelbe hinzugeben. Den Ingwer und die Mandeln hinzufügen und alles vermengen. Das Mehl sieben und hinzufügen. Den Teig abgedeckt mit einer Folie für mindestens ein bis zwei Stunden kühl stellen. Mit zwei Teelöffeln Teig-Häufchen abnehmen, mit den Händen rund formen und auf das Backblech legen (Backpapier drunter). Leicht andrücken. Ofen auf 200 Grad (Umluft 180 Grad) vorheizen. Kekse circa 10 Minuten goldgelb backen.

Deftige Käse-Kekse

Gebäck mit Cheddar: Käse-Kekse für alle, die es herzhaft mögen hfr
Gebäck mit Cheddar: Käse-Kekse für alle, die es herzhaft mögen
Gebäck mit Cheddar: Käse-Kekse für alle, die es herzhaft mögen

Julian König, Ressortleiter Lokales: Vor Weihnachten backe ich gerne deftige Käse-Kekse. Ich habe mit vielen Käsesorten experimentiert und bin am Ende bei Cheddar gelandet. Das Basis-Rezept ist sagenhaft simpel. Man braucht nur vier Zutaten. Ich setze aber gerne noch ein paar kleine Highlights.

Zutaten:
Ein Teil Weizenmehl (Typ 550)
Ein Teil Käse (ideal geht es mit Cheddar)
Ein Teil Butter
Prise Salz
Mögliche Highlights: Cashewkerne, Walnusskerne, Pinienkerne, Chili-Flocken, Schwarzer Sesam, Kümmel

Zubereitung:
Für den Teig braucht man Butter, Mehl und Käse zu gleichen Teilen. Der Käse wird gerieben, die Butter möglichst kalt verarbeitet. Diese gibt dem Teig später die nötige Struktur. Ich gebe noch eine Prise Salz dazu, muss aber nicht zwingend rein. Käse und Butter haben starke Aromen. Wichtig: Der Teig muss gleichmäßig wie ein Mürbeteig geknetet werden. Mit der Maschine funktioniert es in der Regel nicht, deshalb ist Handarbeit gefragt. Der fertige Teig wird in dicke Würste gerollt (Durchmesser 6-8 Zentimeter) und muss anschließend gute 2-3 Stunden im Kühlschrank verbringen. Dieser Schritt ist notwendig, um im nächsten Schritt gleichmäßige Taler zu schneiden. Diese sind dann Geschmackssache: Ich schneide etwa 1,5 Zentimeter dicke Scheiben. Im Ofen schrumpfen sie in der Höhe und der Durchmesser wird etwas größer. Man bekommt eine schöne Keks-Form. Vor dem Ofen kommen aber noch die Highlights. Ich variiere bei den Kernen: Walnuss, Pinie, Cashew. Für eine leichte Schärfe passen Chili-Flocken. Alternative: Kümmelsaaten und/oder schwarzer Sesam. Und: Auch beim Mehl kann man gut variieren. Ich mische gerne Vollkorn-Weizenmehl anteilig hinzu, ebenso eignet sich Dinkelmehl (Typ 1050).

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen (Ober-/Unterhitze), das Blech auf mittlerer Schiene reinschieben. Eine genaue Backzeit hängt von der Taler-Dicke ab. In meinem Fall muss man genau beobachten. In der Regel sind 12 Minuten gut. Ich achte immer darauf, dass der Teig eine ganz leichte Bräune bekommt – mehr nicht! Der Käse wird sonst etwas bitter. Wichtig: Die Plätzchen nicht gleich auffuttern. Abgesehen von den Kalorien schmecken sie nach 1-2 Tagen Lagerung deutlich aromatischer. 

Berliner Brot

Nicht gerade kalorienarm, aber lecker: das „Berliner Brot“ hfr
Nicht gerade kalorienarm, aber lecker: das „Berliner Brot“
Nicht gerade kalorienarm, aber lecker: das „Berliner Brot“

Sabine Korzuschek, Redaktionsassistentin: Es ist nicht das kalorienärmste Rezept, das muss ich zugeben, dafür aber das leckerste laut meiner Familie und meinen Freundinnen. Darum muss ich jetzt jedes Jahr mehrere Bleche „Berliner Brot“ backen, damit auch alle etwas abbekommen. Man braucht allerdings gute Zähne oder man stippt die Kekse einfach in den Tee ein.

Zutaten:
100 g ganze Haselnüsse
100 g ganze, ungeschälte Mandeln
500 g Mehl
500 g Zucker
3 EL Kakao
2 TL Zimt
1 TL Nelken
1 EL Backpulver
2 El saure Sahne
4 Eier
100 g Puderzucker

Zubereitung:
Haselnüsse und Mandeln in grobe Stücke schneiden. Das Mehl in eine große Schüssel sieben. Nüsse, Zucker, Kakao, Zimt, Nelken und Backpulver auf dem Rand verteilen. Die saure Sahne und die Eier in die Mitte geben. Den Teig gut verkneten. Anschließend auf der Backunterlage fingerdick in Backblech-Größe ausrollen und auf das gefettete Backblech geben. 20-30 Minuten bei 200 Grad backen. 
Inzwischen den Puderzucker (gesiebt) mit 1-2 El heißem Wasser zu einem glatten Guss verrühren. Nach dem Backen das Berliner Brot noch heiß mit dem Zuckerguss bestreichen und einige Minuten im ausgeschalteten Backofen antrocknen lassen und dann in 2×5 cm große Stücke schneiden. 
Tipp: Berliner Brot in einer runden, luftdicht schließenden Schüssel aufbewahren (am besten Metall) und ein Stück Apfel dazugeben, damit es nicht hart wird. Bitte überprüfen, dass der Apfel nicht schimmelt, evtl. erneuern. 

Zitronen-Heidesand-Kekse

Die Zitronen-Heidesand-Kekse gehen in der Redaktion weg wie warme Semmeln. hfr
Die Zitronen-Heidesand-Kekse gehen in der Redaktion weg wie warme Semmeln.
Die Zitronen-Heidesand-Kekse gehen in der Redaktion weg wie warme Semmeln.

Ilka Kreutzträger, stellvertretende Ressortleiterin Lokales: Das sind die Kekse, über die ein MOPO-Kollege sagte: „Das sind die besten Weihnachtsplätzchen, die ich je gegessen habe“. Und tatsächlich gehen die weg wie warme Semmeln, wenn ich sie mit in die Redaktion bringe. Das Rezept kommt aus einem uralten Plätzchen-Spezial von „Brigitte“, das mir meine Mama mal gab und mit Bleistift „Super“ an das Rezept schrieb, mit ihrem S, das aussieht wie eine gespiegelte 2. Recht hat sie, ist super!

Zutaten:
250 g Butter
2 Bio-Zitronen und Bio-Limetten
300 g Zucker
1/2 TL Salz
400 g Mehl

Zubereitung:
Butter in den Topf geben und bräunen, hier ist Geduld gefragt, lieber weniger Hitze. Gut ist die Butter, wenn sie oben Blasen schlägt, klar wird und richtig stark nach gebräunter Butter riecht – dann ab in den Kühlschrank und fest werden lassen. Zitronen/Limetten heiß abspülen, abtrocknen und Schale fein abreiben, 1,5 Esslöffel Zitronenschale und 4 Esslöffel Zucker mischen und bereitstellen. Butter mit Quirlen des Mixers oder der Küchenmaschine verrühren (im Rezept steht: cremig schlagen, ist mir aber nie gelungen …), Zucker, Rest Zitronen/Limettenschale dazu und dann mit den Händen zu einem möglichst glatten Teig kneten. Teig zu 2 viereckigen Stangen formen, etwa 4 cm hoch und 25 cm lang, also grob, man muss da jetzt kein Lineal rausholen. Der Teig ist etwas bröckelig, das soll aber so. Teigstangen in Zitronen/Limettenzucker wälzen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen, restlichen Zitronen/Limettenzucker für später aufheben. Nach dem Durchkühlen Teigstangen in etwa 1 cm dicke Scheiben schneiden, Plätzchen aufs mit Backpapier ausgelegte Backblech legen.

Backofen auf 180 Grad Ober-Unterhitze, 160 Grad Umluft oder Gas Stufe 3 vorheizen. 15 bis 20 Minuten backen. Ich finde die Kekse am besten, wenn sie eher hell sind. Nach dem Backen vorsichtig (Zerbröselgefahr!) auf ein Kuchengitter schieben und noch warm mit Zitronen/Limettenzucker bestreuen, abkühlen lassen, super.

Dattel-Kugeln

Superschnell gemacht und superlecker: die Dattel-Kugeln Geffers
Superschnell gemacht und superlecker: die Dattel-Kugeln
Superschnell gemacht und superlecker: die Dattel-Kugeln

Anke Geffers, Redakteurin: „Einfach, köstlich, gesund und vegan – noch dazu liefern die Dattel-Kugeln Energie, ohne welche zu verbrauchen. Für diese runde Weihnachtsleckerei bleibt der Ofen aus.“

Zutaten:
100 g gemahlene Mandeln
100 g Datteln
Saft einer halben Orange

Zubereitung:
Die Zutaten mit der Küchenmaschine zu einer homogenen Masse verkneten. Wer mag, verfeinert die Mischung noch mit einer Messerspitze Zimt und einer Prise Salz. Aus der Masse Kugeln formen, in Kakaopulver, gehackten Nüssen, gemahlenen Mandeln und/oder Kokosraspeln wälzen, fertig. Auch als süßes Last-Minute-Geschenk bestens geeignet.

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