Wolt Kurier
  • Weiterer Lieferdienst-Konkurrent in Hamburg: Wolt möchte vieles besser machen als die Konkurrenz und verfolgt dabei ein großes Ziel.
  • Foto: Wolt Enterprises Deutschland GmbH

Neuer Lieferdienst in Hamburg will Platzhirsche ersetzen

Lieferando, Gorillaz, Flink und andere: Lieferdienste haben in der Pandemie einen großen Aufschwung erfahren, der Markt ist umkämpft. Nun gibt es in Hamburg einen weiteren Mitbewerber: „Wolt“ möchte vieles besser machen als die Konkurrenten – und verfolgt dabei ein großes Ziel.

„In Helsinki, Warschau und überall da, wo Wolt schon länger aktiv ist, kann man fast alles kaufen! Von der Wohnzimmerlampe über Sextoys bis hin zu Sneakern und natürlich Essen“, so Pressesprecher Fabio Adlassnigg. Genau das sei auch der Plan für Deutschland. Hierzulande ist der 2014 in Finnland gegründete Lieferdienst bereits in Berlin (Hauptsitz), München, Düsseldorf, Köln, Frankfurt am Main und Hannover vertreten – und seit Donnerstag auch in Hamburg.

Vorerst können nur Kunden in der Neustadt, Karolinenviertel, St. Pauli, Sternschanze, Rotherbaum, Eimsbüttel, Hoheluft-West und Hoheluft-Ost bestellen. Der Grund: „Durch das anfangs kleinere Liefergebiet können wir eine Lieferzeit von 35 Minuten garantieren und vergrößern das Gebiet nach und nach, um unsere Standards einhalten zu können“, so Adlassnigg.

Hamburg: Neuer Lieferdienst in Hamburg sagt den Kampf an

Anfangs können Kunden vor allem Nahrungsmittel von ausgewählten Restaurants und Einzelhändlern bestellen, „aber zeitnah soll Wolt auch in Deutschland die ‚App für alles‘ werden!“, so Ferdinand Tile von Kalm, Geschäftsführer von Wolt in Deutschland.


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Pressesprecher Adlassnigg findet für die Ausrichtung des Unternehmens noch deutlichere Worte: „Wir haben eindeutig zu viele Lieferdienste, deswegen ist es unser Ziel, die erste Anlaufstelle für alles zu werden, was man gerne in 35 Minuten zu Hause hätte – das macht viele andere Lieferdienste dann natürlich obsolet, wenn man bei uns alles bekommt.“

Wolt: Lieferdienst geht mit 50 Mitarbeitern in Hamburg an den Start

Beim Versuch, den Markt für sich zu erobern, setzt Wolt nicht auf eigene Lager und Läden, sondern bietet seine Plattform an, über die Kunden bei ausgewählten Restaurants und Einzelhändlern bestellen können. „Über die Wolt-Plattform bekommt der lokale Einzelhandel die Möglichkeit, seine Waren auch online verkaufen zu können, ohne einen eigenen Onlineshop haben zu müssen“, sagt von Kalm und ergänzt: „Wir wollen dem Einzelhandel das Rüstzeug an die Hand geben, um gegen Amazon und Co. zu bestehen.“

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Auch Abholung und Lieferung würde von Wolt übernommen werden. „Alle Kurier:innen sind fest angestellt, krankenversichert und werden pro Stunde erkennbar über Mindestlohn bezahlt. Derzeit sind das bereits etwa 2500 Mitarbeiter:innen in Deutschland“, erzählt von Kalm.

In Hamburg arbeiten zurzeit um die 50 Kuriere, die größtenteils auf Fahrrädern unterwegs sind. Gegen Ende des Jahres sollen es aber bereits 300 bis 400 sein. Die Kuriere bekommen neben ihrem festen Gehalt pro ausgetragene Bestellung noch Boni von drei bis vier Euro, als auch eine Entschädigung für die Distanz, die sie mit ihren eigenen Fahrrädern zurücklegen: 60 Cent pro Kilometer.

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