Das Hamburger Impfzentrum in den Messehallen.
  • Das Hamburger Impfzentrum in den Messehallen.
  • Foto: dpa

In Richtung Sp(r)itze!: So ist der Impf-Zwischenstand in Hamburg

Seit Dienstag sind zwei zwei weitere Module in den zum Impfzentrum umgebauten Hamburger Messehallen in Betrieb. Und auch sonst holt die Hansestadt bezüglich der Impfungen langsam auf. Währenddessen ist die Debatte um den Impfstoff von „AstraZeneca“ in der Stadt angekommen.

Es wird voller auf dem Messegelände: Mittlerweile erhalten bis zu 1800 Menschen auf den 8490 Quadratmetern täglich die Corona-Impfung, in den ersten Wochen nach der Eröffnung waren es nur um die 500 gewesen. 

Corona in Hamburg: Impfungen in den Messehallen gehen voran

Das angepeilte Ziel sollen einmal 7000 pro Tag sein. Doch das könnte noch dauern. Stand Mittwochabend wurden 40.000 Dosen im Hamburger Impfzentrum gespritzt.

Das könnte Sie auch interessieren: Impfliste im Pflegeheim — Wurden Verwandte der Chefetage bevorzugt?

Die Anzahl der Impftermine ist auch abhängig davon, wann und ob mehr Impfstoff zur Verfügung steht. Laut Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) soll Hamburg im März 111.000 Impfdosen von Biontech/Pfizer sowie 45.600 von AstraZeneca bekommen. Diese Zahlen könnten sich aber noch ändern. Zu Moderna gäbe es noch keine Angaben.

Hamburg: Bislang wohl keine vermehrte Ablehnung gegenüber AstraZeneca

Von den bisher 16.800 gelieferten Dosen von AstraZeneca wurden in Hamburg bereits 4500 verwendet. „Darüber hinaus sind aber weitere Termine schon vereinbart“, sagt Martin Helfrich, Sprecher der Sozialbehörde, auf MOPO-Nachfrage.

Ab Donnerstag seien weitere Termine zur Buchung freigeschaltet, darunter über 1000 Termine für Beschäftigte in der ambulanten Pflege. „Für diese wird bei einem Alter von unter 65 Jahren vornehmlich das Vakzin von AstraZeneca eingesetzt“, so Helfrich. Eine Ablehnung der Menschen gegenüber diesem Impfstoff im Gegensatz zu Biontech sei bislang nicht erkennbar. 

AstraZeneca: Die Debatte um den Corona-Impfstoff

Zuletzt waren vermehrt Beschwerden über die Impfreaktionen bei diesem Präparat in Hamburg laut geworden. Eine Mitarbeiterin des Asklepios Westklinikums sowie Retter der Feuerwehr klagten über Fieber, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit. Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) handele es sich dabei aber um erwartbare Impfreaktionen und kein schlechtes Zeichen.

Auch Dr. Stefan Kluge, Direktor der Klinik für Intensivmedizin am UKE, äußerte sich zur Debatte um AstraZeneca. „Wir können und sollten froh sein, dass wir jetzt schon drei zugelassene Impfstoffe in Deutschland haben. Ich empfinde die Diskussion als Luxus-Diskussion“, sagte er am Donnerstag.

Impfen in Hamburg: Quote liegt über dem Bundesdurchschnitt

Alle Impfstoffe hätten eine gute Wirksamkeit zur Vermeidung von schweren Krankheitsverläufen gezeigt. Die Nebenwirkungen seien erwartbar und keinesfalls besorgniserregend. „Ich halte es für einen großen Fehler, jetzt Impftermine abzusagen. Das wird uns bei der Bekämpfung der Pandemie nicht helfen“, so Kluge weiter.

Inzwischen liegt die Quote für Erstimpfungen in Hamburg — im Impfzentrum sowie in den Heimen — laut RKI bei 3,9 Prozent (Stand Donnerstag). Und damit 0,3 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. (aba)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp