Schlange vor der Handelskammer
  • Impfen ohne Termin in der Handelskammer: Lang zieht sich die Schlange der Wartenden
  • Foto: Patrick Sun

Mit Termin und ohne: So sieht Hamburgs Booster-Fahrplan aus

Hamburg zündet den Booster-Turbo: Neben den Arztpraxen sollen die Impfstandorte in den Bezirken auf 21 aufgestockt werden. Außerdem stellt die Stadt zusätzliches Personal für die mobilen Impfteams ein, die ab sofort in Einkaufszentren, Bücherhallen sowie in der Elphie und in Moscheen impfen. Besonders diese Angebote ohne Termin werden derzeit geradezu überrannt.

Lang windet sich die Warteschlange um zwei Straßenenecken, stundenlang stehen die Menschen in der Novemberkälte vor der Handelskammer an, wo Erst- Zweit- und Boosterimpfungen ohne Termin angeboten werden. Viele Hamburger sind offenbar so scharf auf das Impfen, dass sie viel Unbill in Kauf nehmen. Besonders begehrt: die Auffrischungsimpfungen, kurz Booster. Sie machen laut Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) derzeit zwei Drittel der Impfungen aus.

Der Andrang bei den Impfteams in Einkaufszentren und in der Elphie ist einerseits erfreulich, andererseits mahnt die Senatorin: „Die erste Anlaufstelle ist grundsätzlich die Hausarztpraxis.“ Die Kapazitäten reichen für alle, verspricht Leonhard. Kurzfristig könnten Hamburger Arztpraxen, Betriebsärzte und städtische Teams bis zu 160.000 Impfungen pro Woche stemmen.

Booster-Impfung in Hamburg: Zuerst zum Hausarzt

Und wenn der Hausarzt erst im Februar wieder einen freien Termin hat? Dann stehen rund 100 Praxen bereit, die auch Nicht-Patienten impfen. Die Liste der Praxen ist auf der Seite der Kassenärztlichen Vereinigung zu finden. Das städtische Angebot, betont die Senatorin, sei nur ein Backup.

Da viele Hamburger offenbar lieber stundenlang anstehen, statt Wochen im Voraus einen Termin zu buchen, werden die mobilen Impfteams der Stadt jetzt um 100 Personen aufgestockt, zusätzliche Ärzte und Ärztinnen plus Fachpersonal, die Boostern sollen, was das Zeug hält.

Zahlreiche Impfwillige stehen vor der Elbphilharmonie in Hamburg an, um sich dort impfen zu lassen
Die erste Impfaktion in der Hamburger Elbphilharmonie Anfang September war ein voller Erfolg.

Um den Andrang zu kanalisieren, richtet die Stadt zusätzlich zu den mobilen Impfteams jetzt auch dauerhafte Impfstationen an Orten mit viel Publikumsverkehr ein: im Einkaufszentrum Hamburger Straße, im Phönixcenter und in den Kühnehöfen (Bahrenfeld) kann man sich ohne Termin impfen lassen.

Wann und wo die mobilen Impfteams an den einzelnen Tagen ihre Zelte aufschlagen, kann man auf der Seite der Stadt erfahren. Unter hamburg.de/corona-impfstationen kann man seinen Wohnort angeben und den Tag, an dem man geimpft werden will und erhält eine Liste von Angeboten in der Nähe.

Impfen in Hamburg: Hier geht es ohne Termin

Ein Beispiel: Wer in Osdorf wohnt und am 22. November geimpft werden will, könnte von 12.30 bis 18.30 Uhr ins Elbe Einkaufszentrum gehen oder von 9.30 Uhr bis 17 Uhr ins Ärztehaus im Born-Center – muss sich aber auf lange Wartezeiten einstellen.

Auch das Bethesda Krankenhaus in Bergedorf bietet bis zum 23. Dezember Impfungen ohne Termin an.


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Die dezentralen Impfzentren in den Bezirken arbeiten hingegen mit Terminvergabe. Online kann man sich über das Serviceportal Hamburg über freie Termine informieren, aber Achtung: Ähnlich wie einst beim Impfzentrum in den Messehallen sind die eingestellten Termine auch schnell wieder weg, man sollte es immer wieder versuchen.

Impfen in Hamburg: Hier gibt es Termine

Auch in Krankenhäusern wird geimpft: Für die Asklepios Kliniken Altona, Harburg, Heidberg und Wandsbek werden Impftermine über die neue, von der Stadt Hamburg eingerichtete Hotline (040) 428 28 4000 (Mo-Fr von 7-19 Uhr) vergeben.

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Die Asklepios Kliniken in Barmbek und St. Georg vergeben Impftermine über coronaimpfung.asklepios.com. St. Georg bietet außerdem eine telefonische Buchung unter (040) 1818 85 2623 an. Im Asklepios Westklinikum Hamburg in Rissen kann man unter der Telefonnummer (040) 8191 2027 Impftermine buchen.

Den Vorschlag einiger Länder, auch in Apotheken solle geimpft werden, lehnt die die Senatorin ab: „Das ist bei der Versorgung in Hamburg nicht nötig.“

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