Der Hamburger Rapper Smudo demonstriert auf seinem Smartphone die App „Luca“.
  • Der Hamburger Rapper Smudo demonstriert auf seinem Smartphone die App „Luca“.
  • Foto: picture alliance/dpa/Axel Heimken

Im Norden wird sie schon verwendet: Kann uns Smudos App aus dem Lockdown helfen?

Die App „Luca“ verspricht, die Kontaktverfolgung zum Beispiel nach Besuchen im Restaurant zu erleichtern. Einige Städte im Norden verwenden sie schon, in Hamburg ist man allerdings noch in der Prüfphase.

In der Diskussion um mögliche Lockerungen in der Corona-Pandemie taucht ihr Name immer wieder auf: Die App „Luca“, hinter der unter anderem der Rapper Smudo von den Fantastischen Vier steht.

Corona-App „Luca“ soll Gesundheitsämter entlasten

Am Sonntagabend war der Wahl-Hamburger zu Gast in der Talkshow „Anne Will“. „Wenn’s brennt, fragt man doch nicht: Wer erfindet den Feuerlöscher? Wir haben den Feuerlöscher da, er ist fertig und er ist jetzt zu benutzen“, bewarb er die App.

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Offenbar mit Erfolg. Die Macher der App vom Berliner IT-Startup „neXenio“, twitterten angesichts hoher Zugriffszahlen bald nach der Sendung: „Das waren etwas viele Downloads in sehr kurzer Zeit.“

Corona-App „Luca“: So funktioniert die Smartphone-App

Und so soll sie funktionieren: Die App arbeitet mit QR-Codes. Ein Nutzer trägt seine Daten einmalig in die App ein, welche daraufhin einen sich permanent ändernden QR-Code generiert, der dem jeweiligen Smartphone-User zugeordnet ist.

Der Veranstalter oder Gastronom muss ebenfalls „Luca“ herunterladen. Beim Betreten einer Einrichtung werden über die Codes Daten anonymisiert erfasst. Dazu muss der Nutzer am Eingang den QR-Code einscannen und beim Verlassen wieder auschecken.

Corona-App „Luca“: Sylt und Co benutzen sie schon

Im Falle einer Infektion werden die entsprechenden Daten mit einem Gesundheitsamt ausgetauscht. Dies sei laut „neXenio“ die einzige Stelle, die die Daten auslesen könne — für alle anderen seien diese unzugänglich. Die kostenlose App ist für iOS und Android verfügbar.

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Die Einbindung der Gesundheitsämter steht bislang noch am Anfang, in Norddeutschland ist man teilweise schon auf den Zug aufgesprungen: darunter die nordfriesischen Inseln Sylt, Amrum und Föhr. Die Inseln haben dabei den Saisonstart zu Ostern im Blick.

Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) plant währenddessen eine Öffnung des Handels per Terminvergabe und digitaler Kontaktverfolgung über „Luca“.

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Claus Ruhe Madsen, Oberbürgermeister von Rostock

Foto:

picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

„Luca“ Corona App: So sieht’s in Hamburg aus

Und auch in Hamburg arbeitet man an einer lückenlosen Kontaktnachverfolgung im Falle eines Ausbruchs. „2021 soll keine Wiederholung von Darth Vader und Lucky Luke in den Bars sein“, sagt Martin Helfrich, Sprecher der Gesundheitsbehörde der MOPO und erinnert daran, wie Restaurantbesucher im vergangenen Sommer Fantasienamen in ausgelegte Listen eintrugen.

Die „Luca“-App biete Voraussetzungen, um dafür einen Beitrag zu leisen. Entscheidend sei aber, dass die Gesundheitsämter ohne großen Aufwand vollständig auf Kontaktdaten zugreifen könnten und dass auch Personen ohne Smartphone ihre Daten dokumentieren könnten. „Ob und welche Systeme genutzt werden, steht noch nicht fest“, so Helfrich.

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