• Unter den 25 Hunden befand sich auch eine Hündin mit ihren erst wenige Wochen alten Welpen.
  • Foto: Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. oder Hamburger Tierschutzverein

Hundezucht in Hamburg: Tierschützer decken schlimme Zustände auf

Welpen mit ihren kleinen Knopfaugen und süßen Schwänzchen sind einfach zum Knuddeln. Doch nicht alle Menschen gehen liebevoll mit dem Hunde-Nachwuchs um. Der Hamburger Tierschutzverein (HTV) hat jetzt nämlich grausame Zustände in einer Hundezucht aufgedeckt.

Das gab der HTV am Montag – passenderweise am Tag der Welpen – bekannt. Demnach wurden den Tierschützern Missstände in einer Hundezucht in Kirchwerder gemeldet. „Vor Ort bot sich den verantwortlichen Tierschutzberaterinnen ein Bild des Grauens“, heißt es in einer Pressemitteilung. 

Hamburg: Welpen wurden für 1200 Euro angeboten

Insgesamt 25 Hunde seien in viel zu kleinen Transportboxen, in einer Holzkiste oder einem engen Gitterauslauf eingepfercht gewesen.

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In diesen kleinen Transportboxen wurden die Welpen in Kirchwerder gehalten.

Foto:

Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. oder Hamburger Tierschutzverein

„Darunter waren auch erst wenige Wochen alte Welpen mit dem Muttertier, das sich immer wieder im Kreis drehte. Der Gestank nach Fäkalien war bereits auf der Straße vor dem Haus deutlich wahrzunehmen“, so der HTV. Jedes der Tiere sei für 1200 Euro angeboten worden.

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Weil die Tierschützer die Halterin nicht antrafen, verständigte der HTV die zuständige Amtsveterinärin aus dem Bezirk Bergedorf. Diese wiederum kontaktierte die Züchterin, die erst nach zwei Stunden an ihrem Haus aufgetaucht sein und sich uneinsichtig gezeigt haben soll. 

Hundezucht in Hamburg: Amtstierärztin spricht Machtwort

Die Amtstierärztin ordnete daraufhin umgehend an, die Tiere nicht mehr in den Transportboxen unterzubringen. Die Hunde müssen zudem ständigen Zugang zu Trinkwasser haben. Auch musste die Frau ihr Zuchtbuch vorweisen.

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Die Züchterin wurde aufgeklärt, dass bei Verstoß gegen die behördlichen Anordnungen, Anlass und Handhabung besteht, die Hunde zu entziehen und diese an den HTV zu übergeben. Vor Ort fanden die Tierschützer auch ein Kaninchen in einem verwahrlosten Zustand, das Tier wurde daraufhin mitgenommen und inzwischen in ein verantwortungsbewusstes Zuhause vermittelt.

Schlechte Tierhaltung in Hamburg: Mehrere Nachkontrollen

Bei mehreren Nachkontrollen bei der Züchterin in Kirchwerder wurden keine Verstöße mehr festgestellt. Zudem hat die Züchterin im Garten eingezäunte Areale für die unterschiedlichen Hundegruppen eingerichtet mit geschützten Bereichen und Zugang zum Haus. „Wir sind froh, dass wir den Hunden im Rahmen unserer Möglichkeiten deutlich mehr Lebensqualität verschaffen konnten. Zustände wie diese sind in der Zucht erfahrungsgemäß aber leider keine Seltenheit, sondern gängige Praxis“, sagt HTV-Chefin Sandra Gulla. (mps)

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