• Hunderte Beweisstücke wurden bei einer Aufräum-Aktion in der Hamburger Asservatenkammer vernichtet. Das rächt sich nun. (Archiv-Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/dpa

Hunderte Beweismittel vernichtet: Hamburg: Schwerverbrecher kommen ohne Strafe davon

Es geht um Messer, Schusswaffen, aber auch um einen Bademantel, Flaschen und Seile: Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat vor gut 20 Jahren in ihrer Asservatenkammer gründlich aufgeräumt und Hunderte Beweismittel vernichtet. Und das rächt sich jetzt bitter.

Die Hamburger „Cold Cases“-Einheit der Kripo rollt nämlich Dutzende alter Mordfälle neu auf. Dank modernster DNA-Technik können Täter heute viel leichter überführt werden als vor 30 oder 40 Jahren. Doch dafür braucht man „Spurenträger“ – und ebendiese wurden damals entsorgt.

Mord-Prozesse behindert: Hunderte Beweismittel vernichtet

Irgendwann Ende der 90er Jahre erging die „Aufräum-Order“ der Staatsanwaltschaft. Alle Staatsanwälte wurden aufgefordert, ihre Fälle daraufhin zu überprüfen, ob in der Asservatenkammer verwahrte Gegenstände für die Verfahren noch benötigt werden.

Das könnte Sie auch interessieren: Vermisstensuche findet trauriges Ende – Leiche von 28-jährigen Jan A. gefunden 

Die Asservatenkammer der Staatsanwaltschaft befindet sich im Keller des Strafjustizgebäudes am Sievekingplatz. Über die Jahre war es dort eng geworden.