Kaum wieder zu erkennen: Im Tierheim Süderstraße wurde Tonka behandelt und aufgepäppelt.
  • Kaum wieder zu erkennen: Im Tierheim Süderstraße wurde Tonka behandelt und aufgepäppelt.
  • Foto: Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.

Hündin in schlimmem Zustand: Tierquälerei in Hamburg: Heiße Spur zu Tonkas Halter

Ihr Schicksal hat viele Hamburger erschüttert: Die ausgesetzte Huskyhündin Tonka war Anfang Dezember ins Tierheim Süderstraße gebracht worden – völlig verwahrlost und mit Wunden übersät. Auf einen Fahndungs-Aufruf des Hamburger Tierschutzvereines gab es mehrere Hinweise, die nun zum Tierquäler führen könnten. 

Ihr Fell wächst an den einst kahlen Stellen nach: Tonka, wie sie von den Tierschützern genannt wird, geht es inzwischen deutlich besser. Im Tierheim Süderstraße wurde sie behandelt und aufgepäppelt.

Hündin Tonka hat überall am Körper kahle Hautstellen.

Hündin Tonka hatte überall am Körper kahle Hautstellen.

Foto:

Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V.

Hamburg: So sieht Huskyhundin Tonka heute aus

Kaum zu glauben, dass auf den neuen Fotos dieselbe Hündin zu sehen ist, die am 9. Dezember von Passanten in einem erschütternden Pflegezustand beim Herumstreunen auf der Veddel entdeckt worden war. Sie war unterernährt und hatte kahle und blutige, entzündete Hautstellen am ganzen Körper – vermutlich durch einen Milbenbefall hervorgerufen.

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Tonka geht es inzwischen deutlich besser. Ihr Fell wächst langsam nach.

Foto:

Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. 

Nach Fahndungsaufruf: Viele Hinweise aus der Bevölkerung im Fall Tonka

Nun gibt es heiße Spuren, die zum ehemaligen Besitzer führen könnten. „Unser Fahndungsaufruf bewegte viele Menschen, sodass uns mehrere Hinweise aus der Bevölkerung erreichten“, teilte der Hamburger Tierschutzverein mit.

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Tierarztpraxis aus Neugraben soll Daten des Hundehalters haben

Mitarbeiter des Vereins prüften die Herkunft von Tonkas nicht registriertem Mikrochip. „Die Ermittlungen führten über eine Arzneimittelfirma in Schleswig-Holstein zu einem Hersteller nach Holland und über einen weiteren Arzneimittelvertrieb in Deutschland schließlich zu einer Tierarztpraxis nach Neugraben“, heißt es in der Mitteilung weiter.

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Die blauäugige Eskimohundin Tonka hat ein schweres Schicksal hinter sich.

Foto:

Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. 

Dort sollen sowohl die Daten des Züchters von Tonka als auch von den ehemaligen Haltern vorliegen. Aber: Aus Datenschutzgründen bekommt der Verein keine weiteren Auskünfte. Die Tierschützer haben nun den Stand der Ermittlungen an die Hamburger Polizei übergeben.

Tierschutzverein Hamburg: Ein Tier auszusetzen ist strafbar!

Das Aussetzen eines Tieres stellt einen gravierenden Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar und kann mit einem Bußgeld bis zu 25.000 Euro geahndet werden. Im Fall Tonka liegt aber sogar eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes vor, da dem Tier zusätzlich eine dringend notwendige medizinische Behandlung vorenthalten wurde und Tonka somit Leiden und Schmerzen zugefügt wurden. Eine solche Straftat kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet werden.

Tierschützer stellten Strafanzeige gegen Unbekannt

Der Hamburger Tierschutzverein hat Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt und setzt für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung in Höhe von 500 Euro aus.

Wenn Sie Tonka kennen oder Hinweise bezüglich des Sachverhalts geben können, wenden Sie sich bitte an die Tierschutzberatung, die telefonisch immer montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr unter der Nummer 040 21 11 06 -25 erreichbar ist – oder per E-Mail an tierschutzberatung@hamburger-tierschutzverein.de.

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