Grünen-Politiker Anton Hofreiter (l.) will sich keinen Nazi-Vergleich von Verleger Wolfgang E. Buss bieten lassen.
Grünen-Politiker Anton Hofreiter (l.) will sich keinen Nazi-Vergleich von Verleger Wolfgang E. Buss bieten lassen.
  • Grünen-Politiker Anton Hofreiter (l.) will sich keinen Nazi-Vergleich von Verleger Wolfgang E. Buss bieten lassen.
  • Foto: dpa, Imago

Hofreiter zeigte ihn an: Hamburger Verleger zieht sich zurück

Nach einem unsäglichen Nazi-Vergleich kassierte er erst kürzlich eine Anzeige vom Grünen-Politiker Anton Hofreiter, jetzt verkündet der Hamburger Magazin-Verleger Wolfgang E. Buss den Verkauf seines Verlages und den Rückzug in „ein Land unter Palmen“.

„Ich werde weiterhin publizistisch tätig sein, allerdings Deutschland mittelfristig verlassen und in ein weit entferntes Land unter Palmen wechseln, in dem ganzjährig Sommer ist und die Menschen sich noch freundlich zulächeln“, heißt es in der Abschiedsmail des Verlegers, der in seinen Kolumnen leidenschaftlich gegen alles polemisierte, was er für links und „woke“ hielt.

Verleger verkauft „Alster-Magazin“

In einem seiner letzten Texte im „Alster-Magazin“ verstieg Buss sich zu einem Nazi-Vergleich: „Wird Anton Hofreiter demnächst in die Menge brüllen: Wollt ihr den totalen Krieg? (…) Wie das einstige Kriegs-Geschrei von Hitlers Propagandaminister Goebbels endete, mussten unsere Eltern und Großeltern noch bitter erleben.“ Die Folge: Der Grüne stellte im Dezember 2022 in Berlin Anzeige wegen Beleidigung gegen den Verleger mehrerer Gratis-Anzeigenmagazine, die seit 30 Jahren im Alstertal und in den Walddörfern verteilt werden.

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Er habe seinen Verlag an die Kieler Falkemedia GmbH verkauft, teilt Buss nun mit. Der Ausgang der Hofreiter-Anzeige ist noch offen, die Ermittlungen laufen.

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