• Menschen in der Hamburger Innenstadt am zweiten Advents-Wochenende.
  • Foto: imago images/Chris Emil Janßen

Höchster Wert aller Bundesländer: Corona-Zahlen in Hamburg steigen wie sonst nirgends

Hamburg war auf einem guten Weg, doch jetzt kippt die Lage wieder: Noch bis Anfang Dezember konnte sich die Hansestadt die Nummer eins bei der Corona-Bekämpfung der großen deutschen Städte nennen. Nun steigen die Zahlen jedoch wieder und im Bundesländervergleich sieht es in Hamburg am schlechtesten aus.

Wie das RKI am Dienstag veröffentlichte, hat Hamburg in der Meldewoche 49 einen Zuwachs von 39 Prozent bei den Neuinfektionen im Vergleich zur Meldewoche 48 verzeichnet. Es ging von 1615 auf 2244 Neuinfektionen hoch.

Kein anderes Bundesland legte prozentual mehr zu. Selbst die beiden Corona-Hotspots Sachsen und Thüringen kommen nur auf ein Plus von 20 beziehungsweise 21 Prozent.

Hamburg nicht mehr Corona-Bekämpfer-Hauptstadt

Auch die Wochendurchschnitts-Inzidenz stieg nach RKI-Rechnung wieder deutlich. In der Meldewoche 48 lag sie bei 87, die Woche darauf bei 121. Im Bundesländervergleich ist das zwar kein deutlich erhöhter Wert, die Entwicklung dürfte den politischen Entscheidern aber Sorgenfalten bereiten.

Hamburg hat prozentual den höchsten Zuwachs an Neuinfektionen gemessenen an den eigenen Zahlen.

Hamburg hat prozentual den höchsten Zuwachs an Corona-Neuinfektionen gemessen an den eigenen Zahlen.

Foto:

RKI

Im RKI-Bericht heißt es: „Im Vergleich zur Vorwoche ist in fast allen Bundesländern nun wieder eine Zunahme der Inzidenz und Fallzahlen zu beobachten, besonders deutlich in Hamburg, Sachsen und Thüringen.“ Bundesweit liegt die Inzidenz der Meldewoche 49 bei 152, die prozentuale Zunahme der Neuinfektionen bei drei Prozent.

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Auch im Großstadtvergleich verliert Hamburg an Boden. Zuletzt war die Hansestadt von den 14 größten Städten Deutschlands die Stadt mit der niedrigsten aktuellen Inzidenz.

Wegen des Anstiegs können sich jetzt aber Hannover (90,1) und Düsseldorf (99,5) vor Hamburg (104,9) schieben. Den letzten Platz belegt Nürnberg mit einem aktuellen Inzidenzwert von 344,7. (fkm)

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