Live-Stream Aufnahme aus einem der Hamburger Clubs.
  • Live-Stream Aufnahme aus einem der Hamburger Clubs.
  • Foto: Mathias Busse

Hilfe für Hamburger Clubszene: Kostenlose Live-Streams sollen zum Spenden animieren

Die Clubszene in Hamburg kämpft um ihr Überleben. Die Ausbreitung des Corona-Virus zwang die Betreiber Veranstaltungsorte in ganz Hamburg zu schließen und brachte die Clubs damit um ihre Existenzgrundlage. Eine Streaming-Plattform will nun helfen – „klubforward“ ruft zu Spenden auf und soll dafür Club-Feeling durch Live-Streams vermitteln.

Die Reeperbahn mit ihrer Vielfalt an Ausgehmöglichkeiten prägt das kulturelle Leben in Hamburg. Nicht nur bei Touristen ist der Kiez auf St. Pauli ein beliebtes Ziel. Viele Hamburger vermissen in Zeiten von Social Distancing und Shutdown-Maßnahmen die nächtlichen Club Besuche. Die Mitarbeiter und Betreiber stellt Corona vor nie dagewesene Herausforderungen: Vielen Lokalitäten droht die Insolvenz, die Beteiligten laufen in Gefahr ihren Job zu verlieren.

„klubforward“ will aushelfen: Mit online Live-Musik sollen Spenden für Hamburgs Clubs gesammelt werden

Die online-Plattform „klubforward“ will nun Musikliebhaber und die Veranstalter zusammen bringen. Mithilfe kostenloser Live-Streams aus Hamburgs Clubs sollen die Besucher auch von zu Hause aus ihre Lieblingskünstler hören können. Gleichzeitig verweist die Plattform auf die Spendenkonten der Betreiber. Das Geld, was die Besucher normalerweise für Eintritt oder Getränke ausgeben, könne so einfach an die Verantwortlichen direkt gespendet werden.

Erfolgversprechende Zahlen: Die Streams erreichen bis zu 40.000 Menschen

Gründer Mathias Busse berichtet gegenüber der MOPO von der positiven Resonanz auf das Projekt: „Bei einem gefragten Künstler haben unsere Streams manchmal bis zu 40.000 Zuschauer“. Die Bereitschaft zu Spenden hänge immer von der Fanbase des Veranstalters ab. Dem beliebten Hamburger Club „Südpol“ hätte beispielsweise durch den Spendenaufruf schon enorm geholfen werden können. 

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„An einem Stream sind ungefähr zehn Leute beteiligt“, sagt Busse. Den anfangs nur ehrenamtlichen Mitarbeitern läge der Fortbestand der Clubs sehr am Herzen. Die kulturelle Vielfalt der Musikstadt Hamburg sei es wert geschützt zu werden. (vst)

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