So soll die Halle 36 auf dem Forschungsgelände Desy in Bahrenfeld in einigen Jahren aussehen.
  • So soll die Halle 36 auf dem Forschungsgelände Desy in Bahrenfeld in einigen Jahren aussehen.
  • Foto: Entwurf L+ Landschaftsarchitekten, Visualisierung luminousfields

Hier ist ja alles grün …: Warum dieses Gebäude so wichtig für Hamburg ist

Bahrenfeld –

Hamburg soll grüner werden – beziehungsweise die Fassaden der Stadt. Den Anfang macht das Wissenschaftsgebäudes auf dem DESY-Forschungsgelände. Fast ein halber Hektar Wiese soll das Gebäude nach Abschluss der Arbeiten bedecken.

Die Wände und das Dach des Wissenschaftsgebäudes – zusammen rund 4600 Quadratmeter – sollen bei dem Pilotprojekt aufwendig begrünt werden. Das entspricht in etwa der Hälfte eines Fußballfeldes. Die Umweltbehörde schießt 410.000 Euro Fördergelder dazu.  

Fassadenbegrünung in Hamburg zur Bekämpfung des Klimawandels

„Die Bekämpfung des Klimawandels und die Klimafolgenanpassung sind elementarer Bestandteil unserer Politik und zentrale Anliegen der Umweltbehörde“, erklärt Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) das Projekt. „Die Fassadenbegrünung in Verbindung mit einem konsequenten Regenwassermanagement liefert hierzu einen wichtigen Beitrag. Die Fassadenbegrünung verbessert das örtliche Mikroklima und Arbeitsumfeld in den Bestandsgebäuden und der nahen Umgebung durch die Kühlungseffekte und erzielt Einspareffekte an nötiger Kälteleistung für die Klimatisierung der großen Versuchshallen. Und es sieht ansprechend aus.“

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Damit die Pflanzen an den Wänden auch frisch bleiben, dafür soll die Rückhaltung von Regenwasser sorgen. Dieses wird durch die Gründächer weitgehend zurückgehalten, verdunstet und wird erst nach Sättigung der Pflanzenschicht abgeleitet. Das abfließende Oberflächenwasser wird in Teiche eingeleitet. Von hier aus soll dann auch die Wasserversorgung für die Grünpflanzen erfolgen. Langfristig will man so vom städtischen Abwasserkanalnetz unabhängig werden.

Nicht nur Desy: Hamburg fördert auch private Begrünung

Das Großprojekt der Stadt soll ein Beispiel dafür sein, was in Hamburg an Alternativen möglich ist und unternommen wird, um die Stadt trotz Bevölkerungswachstum und notwendigem Wohnungsbau grün zu halten oder sogar noch grüner zu machen. Deshalb werden auch private Begrünungsprojekte von der Umweltbehörde gefördert.

Wer also eine begrünte Pergola, vertikale Gärten oder Fassadengrün anlegen möchte, kann von der Stadt bis zu 40 Prozent der Kosten, maximal 100.000 Euro erhalten. Infos hierzu gibt es unter www.hamburg.de/gruendach. (jek)

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