Hochbahn Bus
  • In einem Hamburger Hochbahn-Bus, soll sich der Vorfall abgespielt haben (Symbolbild).
  • Foto: dpa

Angeblicher „Spiegel“-Artikel: Hochbahn kämpft gegen Fake-News

Im Internet verbreitet sich derzeit ein angeblicher „Spiegel“-Artikel mit der Überschrift Busfahrer wegen Intoleranz gefeuert. Diesen Vorfall hat es jedoch nie gegeben.

In dem Artikel wird behauptet, dass die Hamburger Hochbahn einen Busfahrer gefeuert habe, weil dieser einen betrunkenen, pöbelnden syrischen Fahrgast vor die Tür gesetzt haben soll. Damit will Hamburg endlich ein Zeichen gegen Ausländerfeindlichkeit setzen, heißt es.

Hamburg: Hochbahn wird von Twitter-Mob attackiert

Unter dem Artikel prangt das Bild eines Hochbahn-Busses. Auf den ersten Blick scheint es sich um einen Artikel aus dem Ressort Spiegel-Wirtschaft zu handeln. Kurz darauf geht in den Twitter-Kommentaren der Mob auf die Hochbahn los.

Kriminelle Ausländer können sich nicht auf ihre Herkunft berufen, wenn sie eine Straftat begangen haben. Das geht nur im Irrenhaus Deutschland, schreibt etwa ein Nutzer, der vier Deutschlandfahnen neben seinem Profilbild stehen hat.

Hamburger Hochbahn: Das ist eine Falschmeldung

Das ist eine Falschmeldung, den Fall hat es nicht gegeben, stellt die Hochbahn auf Twitter klar. Dass der Artikel eine Fotomontage ist, lässt sich auch bei genauerem Hinsehen erkennen. Ganz klein ist das Wort „Parodie“ zu lesen.

Wir beschäftigen Kolleg*innen aus 67 Nationen – für Fremdenfeindlichkeit ist bei uns also kein Platz. Dafür umso mehr für Toleranz, Offenheit und Vielfalt!, schreibt die Hochbahn. (mp)

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