Elbbrücke Hamburg
  • Blick auf die denkmalgeschützte Freihafen-Elbbrücke.
  • Foto: dpa

Hamburg plant Bauwerk über die Elbe

Die Strecken sind bereits überlastet – und der Zugverkehr soll weiter zunehmen. Aus diesem Grund denken Bund, Hamburg und der Deutschen Bahn über den Bau einer weiteren Elbbrücke nach. Das Bauwerk könnte über die Norderelbe verlaufen, so die Überlegung.

Ziel ist die Kapazitätserweiterung der Strecke zwischen dem Hamburger Hauptbahnhof und Hamburg-Harburg, sagte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) am Freitag. Dabei wäre es die erste Kapazitätserweiterung der Fernbahn in Hamburg über die Elbe seit fast 100 Jahren. Um sich alle Optionen offen zu halten, habe der Senat beschlossen, die anstehende Sanierung der Freihafenelbbrücke zu verschieben.

Hamburg plant weitere Elbbrücke

Ein Ausbau von vier auf sechs Gleise über die Norderelbe für den Fern-, Regional und Güterverkehr wäre nicht nur ein Schub für die Mobilitätswende in Hamburg, sondern auch für umliegende Gebiete sowie für ganz Deutschland. „Es ist ein wichtiger Schritt, dass Bund, Bahn und Hamburg jetzt gemeinsam schauen wollen, ob und wenn ja wie wir diese große Chance ergreifen und umsetzen können“, sagte der Senator. Alle Schritte würde eng mit Niedersachsen abstimmt.

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Neben dem Ausbau der Bestandsstrecke prüfe die Bahn in der Studie auch die Machbarkeit einer weiteren westlichen Elbquerung, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann. Die Arbeiten würden noch in diesem Jahr beginnen. „Erste Ergebnisse sollen 2022 vorliegen.“

Mögliche Umsetzung erst nach 2029

Sollte es letztendlich grünes Licht für eine neue Elbbrücke über die Norderelbe geben, könnte laut Tjarks mit der Umsetzung erst nach der für 2029 geplanten Fertigstellung der U-Bahnbrücke auf den Grasbrook begonnen werden. (dpa/lm)

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