• Die Fahrradzählsäule an der Alster (Archivbild).
  • Foto: Sun

Hamburg im Fahrrad-Boom: Zählsäule zeigt Rekord-Juni an der Alster

Ein Gewinner der Coronakrise: das Fahrrad. Gingen die Fahrgastzahlen in den „Öffis“ deutlich zurück, schnellten die Zahlen der Radfahrer in Hamburg in die Höhe. Das bestätigt jetzt der Senat auf Anfrage der Grünen-Bürgerschaftsabgeordneten Rosa Domm.

Der Juni 2020 war laut Angaben des Senats seit der Installation der Fahrradzählsäule im Jahr 2014 der stärkste „Radfahr-Juni“ überhaupt. Insgesamt fuhren in diesem Monat rund 278.000 Fahrräder an der Säule vorbei, im Jahr davor waren es mit etwa 274.000 um die 4000 weniger. Der stärkste Tag im Juni 2020 war der 23. Juni mit knapp 14.000 Radfahrern.

Verkehr in Hamburg: Zahl der Radfahrer im Juni gestiegen

Rosa Domm, Sprecherin für Klimapolitik und Mobilitätswende, sieht darin den bundesweiten Trend gespiegelt. „Die Menschen in Hamburg haben Lust aufs Radfahren! Die aktuellen Zahlen geben uns Rückenwind, die Rad-Infrastruktur deutlich zu erweitern und die Radwege an der Alster an ihre Anforderungen anzupassen.“

Das könnte Sie auch interessieren: Fahrrad als Gewinner – Die Mobilitätswende in der Coronakrise

Seit 2014 steht an der Gurlittinsel die erste Fahrradzählsäule Hamburgs. Tagesaktuell wird dort die Anzahl der vorbeifahrenden Radfahrer erhoben und angezeigt. Im Tagesdurchschnitt sind dort im Juni 2020 etwa 9.200 Räder vorbeigefahren, die meisten davon stadteinwärts.

Radfahren in Hamburg:  Händler stehen oft vor dem Limit

Ist die Anzahl der Radler in den Monaten Juni 2018 und 2019 auf relativ gleichem Niveau geblieben, so erkennt man in diesem Jahr tatsächlich einen Anstieg. Allerdings ist das nicht der größte seit Installation der Säule. Im Vergleich: Im Juni 2018 waren fast 36.000 mehr Radfahrer unterwegs als im Juni 2017. 

Das könnte Sie auch interessieren: Das sind die Fahrrad-Trends für 2020

Die Händler in Hamburg sind jedenfalls trotz des doch eher mittleren Anstiegs mehr als ausgelastet. „Mittlerweile werden die Räder knapp“, erzählt Jan Schultz-Langendorf von „Langendorf Cycles“ der MOPO. Man wolle sehen, ob der Trend den Herbst über anhalte.

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp