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  • So könnte die Große Freiheit nach Fertigstellung der Quartiersentwicklung aussehen.
  • Foto: Sprinkenhof GmbH

Bekannte Kiez-Straße: Günstige Wohnungen geplant

Die Große Freiheit ist zweifelsfrei eine echte Hamburger Legende. Keine andere Straße in Hamburg dürfte so laut und so bunt sein wie die seit den Zeiten Hans Albers‘ berühmte Feiermeile auf St. Pauli. Neben lauten, schweißnassen Clubs wie dem „Gruenspan“ soll dort, wo einst die Beatles ihre Weltkarriere starteten, bald auch günstiger Wohnraum die Menschen anziehen.

In Planung ist das Projekt schon seit gut anderthalb Jahren. Am Donnerstag gaben Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) und Sprinkenhof-Geschäftsführer Martin Görge Einblicke in den aktuellen Stand. Ganz wichtig für die Beteiligten: Das neue Quartier rund um die alte Fischräucherei soll sich unbedingt in die Umgebung einpassen, den Charakter der Großen Freiheit und des Kiezes nicht verändern.


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Große Freiheit hat hohen Wert für Hamburg

„Die Große Freiheit hat weit über Hamburg hinaus für viele eine hohe Bedeutung, sei es für die Nachbarinnen und Nachbarn, für Nachtschwärmer, für Kulturschaffende und Musikbegeisterte“, sagte Andreas Dressel. Das Projekt mache deutlich, dass „die Stadtteilentwicklung auf St. Pauli nicht nur den Kräften des Immobilienmarktes überlassen, sondern auch aktiv gemeinwohlorientiert“ gesteuert werden könne.

Große Freiheit 58-70 Bauprojekt
So sieht das Bauprojekt an der Großen Freiheit 58-70 aktuell aus. 37 Wohnungen entstehen hier.

So entsteht als erster Teil des Projektes öffentlich geförderter Wohnraum an der Großen Freiheit 58-70. Als Ziel gaben die Verantwortlichen bei der ersten Vorstellung Anfang vergangenen Jahres 37 Mietwohnungen an, die dort gebaut würden. Mit einbezogen in das Bauvorhaben sind denkmalgeschützte Gebäude wie die alte Fischräucherei und die beiden alteingesessenen Konzertclubs „Gruenspan“ und „Indra“.

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„Mit dem Bau der öffentlich geförderten Wohnungen werden dringend benötigte preiswerte Mietwohnungen im Kiez geschaffen. Die Kombination aus Sanierung der denkmalgeschützten Bestandsgebäude und der Entwicklung des Neubaus macht deutlich, dass im Dialog eine respektvolle Aufwertung des Quartiers geschaffen werden kann“, sagte Sprinkenhof-Geschäftsführer Martin Görge.

Neben dem Wohnungsbau läuft bereits ein weiteres Teilprojekt. Wie Sprinkenhof und die Finanzbehörde gemeinsam mitteilten, habe die Sanierung der Gebäude rund um die ehemalige Fischräucherei begonnen. Dort seien Gewerbeflächen geplant, die dem „typischen Mix des Quartiers“ entsprächen. Dazu kommen Pläne, die unter anderem eine Einrichtung für Betreutes Wohnen und ein Urban-Gardening-Projekt umfassen. Die Clubs „Gruenspan“ und „Indra“ sollen in diesem Zuge saniert werden.

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