Jungfernstieg Großkontrolle Polizei
  • Fast 250 Autofahrer:innen traf die Hamburger Polizei am Freitag auf dem eigentlich autofreien Jungfernstieg.
  • Foto: Blaulicht-News

Großkontrolle am Jungfernstieg: Autofrei? Noch lange nicht!

Vor einem Jahr erklärte Hamburg den Jungfernstieg zur autofreien Zone. Nur Busse und Taxen sind noch erlaubt, ansonsten gilt freie Fahrt für den Fuß- und Radverkehr. Eigentlich – denn zahlreiche Autofahrer:innen halten sich noch immer nicht daran.

Vier Stunden lang schaute sich die Hamburger Polizei am vergangenen Freitag die Situation an. Lange warten mussten sie nicht, ehe die ersten Privatwagen auftauchten. Insgesamt 248 Verstöße gegen das Durchfahrtsverbot stellten die Beamten am Ende fest.

Polizei erwischt fast 250 Autos am Jungfernstieg

Ein Vorbeikommen an den Kontrollen am Jungfernstieg war auf legalem Wege nicht möglich. Wer ausweichen wollte, hätte schon ein verbotenes Wendemanöver mitten auf der Straße einlegen müssen.


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So fuhren zahlreiche Fahrzeuge direkt in die Kontrolle hinein. Nur mit einer Sondergenehmigung blieb der Ausflug auf die autofreie Flaniermeile ohne Strafe. Wer diese nicht vorweisen konnte, bekam ein Bußgeld in Höhe von 20 Euro für eine Ordnungswidrigkeit aufgedrückt. Einer der Kontrollierten sei sogar ohne Führerschein unterwegs gewesen – dafür aber unter Einfluss von Betäubungsmitteln.

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Erst vor wenigen Wochen hatte eine MOPO-Stichprobe gezeigt, dass der Jungfernstieg noch lange nicht autofrei ist. Im Minutentakt waren die Autos Mitte August über die Straße gebrettert. Der Verkehr am Jungfernstieg habe sich um mehr als 90 Prozent verringert, hieß es dazu aus der Verkehrsbehörde. Für einen Teil der restlichen knapp zehn Prozent gab es am Freitag – mal wieder – einen kleinen Denkzettel.

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