Das Ungeborene blieb unverletzt, musste jedoch mit einem Notkaiserschnitt vorzeitig zur Welt gebracht werden (Symbolfoto)
  • Das Ungeborene blieb unverletzt, musste jedoch mit einem Notkaiserschnitt vorzeitig zur Welt gebracht werden (Symbolfoto)
  • Foto: imago images/ITAR-TASS

Grausam: Mann soll Schläger auf schwangere Freundin angesetzt haben

Billstedt –

Vor Gericht muss sich am Montag ein 26-Jähriger verantworten. Der unfassbare Vorwurf: Weil er nicht Vater werden wollte, soll er zwei Anschläge auf seine schwangere Freundin inszeniert haben, um eine Fehlgeburt des gemeinsamen Kindes zu erzwingen.

Rückblick: Es ist der 27. Oktober 2019. Ahmad H. und seine zu dem Zeitpunkt 17-jährige schwangere Freundin gehen spätabends in dem Park „An der Steinbek“ spazieren, als ein Unbekannter die junge Frau plötzlich attackiert, ihr ins Gesicht schlägt, die Jacke über den Kopf zieht, sie an den Beinen packt und ihr mehrfach in den Bauch tritt. Obwohl Ahmad H. diesen Überfall geplant und telefonisch eingeleitet haben soll, verfolgt er den Angreifer zum Schein. Die 17-Jährige erleidet durch den Angriff Rückenschmerzen, das Ungeborene bleibt unverletzt.

Mann soll Überfall auf schwangere Freundin inszeniert haben

Offenbar Grund genug für Ahmad H., einen zweiten Überfall zu inszenieren. Am 13. April vergangenen Jahres – seine Freundin ist inzwischen schon im achten Monat – geht Ahmad H. gegen Mitternacht mit ihr in den Blohms Park. Dort lässt er sie kurz allein. Wieder taucht ein Mann auf, der ihr, wie schon bei der ersten Tat, eine Jacke ins Gesicht drückt, ihre Beine hochzieht und ihr mehrfach in den Bauch tritt.

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Die Minderjährige erlitt stumpfe Verletzungen am gesamten Körper und bekam vorzeitige Wehen, sodass ein Notkaiserschnitt durchgeführt werden musste. Das Kind kam gesund zur Welt.

Ahmad H. ab Montag vor Gericht

Bis kurz vor Weihnachten stritt ihr Freund die Taten ab, dann gestand er, zwei syrische Landsleute beauftragt zu haben. Einer der mutmaßlichen Täter steht mit ihm ab Montag vor dem Amtsgericht St. Georg. Dann wird ihnen unter anderem wegen gemeinschaftlichem versuchten Schwangerschaftsabbruchs der Prozess gemacht.

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