Das Graffiti auf einer Mauer vor dem Altenheim von „Pflegen und Wohnen“ in Hamburg-Heimfeld.
  • Das Graffiti auf einer Mauer vor dem Altenheim von „Pflegen und Wohnen“ in Hamburg-Heimfeld.
  • Foto: Andre Lenthe Fotografie

Geschmackloser Satz: Graffiti an Hamburger Pflegeheim: Polizei nimmt Betrunkenen fest

Heimfeld –

„I’d rather die of Corona than live in a social Coma“ – diesen Satz haben laut Polizei drei Männer am Neujahrsmorgen auf eine Mauer vor dem Altenheim von „Pflegen und Wohnen“ an der Rennkoppel in Hamburg geschmiert, daneben zwei Anarcho-Sterne. Knapp 100 Menschen waren in dem Heim im November an Covid-19 erkrankt – zahlreiche erlagen dem Virus sogar. Die Übersetzung des insbesondere vor diesem Hintergrund geschmacklosen Satzes: „Ich sterbe lieber an Corona, als im sozialen Koma zu leben“.

Verantwortlich sollen drei Betrunkene gewesen sein. Ein 28-Jähriger, bei dem Alkohol im Blut nachgewiesen wurde und der in der Umgebung wohnt, wurde festgenommen, kurz nachdem eine Anruferin die Polizei verständigt hatte. Seine zwei Komplizen entkamen – laut Zeugen – torkelnd. Deren Identität: noch unbekannt.

Graffiti an Pflegeheim in Hamburg: Staatsschutz ermittelt

Der Staatsschutz, der bei politisch motivierten Taten ermittelt, prüft auch einen Zusammenhang mit der Schmierereien auf Autos im selben Stadtteil und derselben Nacht: Fünf Fahrzeuge wurden beschädigt – und auch mit sogenannten Anarcho-Sternen versehen.

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Das Pflege- und Altenheim war am Sonntag für Nachfragen nicht zu erreichen. Wie die MOPO aus dem Umfeld der Mitarbeiter erfuhr, soll das Graffito „so schnell es geht“ entfernt werden.

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