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  • Foto: picture alliance/dpa

Fußball in Corona-Zeiten: Gemischte Gefühle beim Geisterspiel gucken auf dem Kiez

Trotz Corona geht es langsam wieder zur Normalität zurück: Hamburger Lokale dürfen unter Auflagen öffnen und auch die Bundesliga ist wieder gestartet – wenn auch ohne Zuschauer. Dennoch erlebten viele Kneipen und Restaurants das Geisterspiel zwischen dem FC St. Pauli und dem 1. FC Nürnberg im Millerntor-Stadion mit gemischten Gefühlen.

„Es ist angenehm, mal wieder zu arbeiten und die Leute zu sehen“, freut sich Karsten Oerlzicke von der „Hamburger Alm“, „aber es ist natürlich nicht das, was es einmal war“. In dem Lokal auf der Reeperbahn müssten Gäste im Innenbereich Maske tragen und ihre Kontaktdaten für die Nachverfolgung von Infektionsketten hinterlassen. Tische und Sitzgelegenheiten stehen weit auseinander. „Das musst du aber auch machen“, betont Oerlizcke, „es kommt am Tag zwei bis drei Mal die Polizei vorbei und überprüft das“.

Café Miller: „Von den Lockerungen überrumpelt worden“

Während das „Jolly Roger“ am Sonntag geschlossen bleibt, haben andere Kultkneipen geöffnet. Im Eingang des „Millerntor“ versperrt ein Fass den Eingang zur Kneipe. Daneben steht ein Schild mit der Aufschrift: „Wir sind für Fußball ausgebucht“. Drinnen sitzen ein paar Fans und schauen die Begegnung zwischen dem FC St. Pauli und dem 1. FC Nürnberg.

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Im „Café Miller“ sei man ein wenig von den Lockerungen überrumpelt worden: „Noch überlegen wir, wie wir die Abstandsregeln umsetzen können. Die nächsten Spiele wollen wir aber übertragen“, sagte Inhaber Steffen Masur der Deutschen Presse-Agentur.

Bundesliga: Menschen schauen auch von der Straße zu

Im „Copa Cabana“ schaut Kai Maertens mit seinen Freunden das Zweitligaspiel. Sie gehören zu den wenigen Menschen im Außenbereich des Cafés. „Profi-Fußball lebt vom Publikum“, betont Maertens. Zwischendurch schauen auch immer wieder Menschen von der Straße zu. Als gegen Ende der zweiten Halbzeit ein Tor für die Hamburger fällt, schreit einer von ihnen euphorisch: „Das Leben hat wieder einen Sinn“. (dpa)

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