Am Sonntag demonstrierten ca. 130 Teilnehmer:innen in Hamburg für die Freiheit von Elektrokleinstfahrzeugen.
  • Am Sonntag demonstrierten ca. 130 Teilnehmer:innen in Hamburg für die Freiheit von Elektrokleinstfahrzeugen.
  • Foto: Florian Quandt

Flitzer-Demo: „Warum werden wir anders behandelt als Fahrradfahrer?“

Aliens, Krokodil-Reiter und Co.: Am Sonntagnachmittag tummelten sich viele Skater:innen auf Hamburgs Straßen und machten mit verrückten Kostümen auf sich aufmerksam. Unter dem Motto „Abgasfrei“ demonstrierten sie für die „Freiheit“ aller Elektrokleinstfahrzeuge.

Ab 15 Uhr rollten die Demonstrant:innen vom Jungfernstieg an 18 Kilometer durch Hamburg. „Neben den E-Scootern gibt es auch E-Skateboards, Hoverboards, elektrische Einräder, Onewheels und Flyshoes, die leise und abgasfrei fahren können“, so der Veranstalter Sascha Tordai (41).

Veranstalter Sascha Tordai (41) war am Sonntag mit Megafon und Longboard bei der Demo dabei.
Veranstalter Sascha Tordai (41) war am Sonntag mit Megafon und Longboard bei der Demo dabei.

Die Elektrokleinstfahrzeuge würden hierzulande jedoch „totreguliert“ und deren Fahrer:innen „wie Straftäter“ behandelt.

Flitzer-Demo in Hamburg: „Warum werden wir anders behandelt als Fahrradfahrer?

„Fast überall in Europa darf man diese Gefährte legal benutzen. Warum nicht hier? Wir wollen mit der Demo zeigen, wie sicher und sinnvoll diese Elektro-Flitzer sind“, so der Selbstständige aus Kiel. Durch die Demo soll gezeigt werden, „dass die Fahrzeuge nicht zu gefährlich sind und wir sie sicher beherrschen können“. 130 angekündigte Teilnehmende fuhren daher auf ihren Elektrokleinstfahrzeugen durch die Stadt.

Markus Volk (37) aus Berlin kam als Alien verkleidet. „Ich will auffallen, um für dieses innovative Fortbewegungsmittel zu werben.“
Markus Volk (37) aus Berlin kam als Alien verkleidet. „Ich will auffallen, um für dieses innovative Fortbewegungsmittel zu werben.“

Die Skate-Begeisterten wollen legal zur Arbeit und zum Einkaufen fahren können und fühlen sich bislang ungerecht behandelt.

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„Warum werden wir anders behandelt als Fahrradfahrer? Es ist umweltfreundlich, man schwitzt nicht und gleitet entspannt dahin. Perfekt für die letzte Meile. Wir wollen, dass die Gesetze angepasst werden“, fordert Alexander Zeman (50), der aus Wiesbaden anreiste.

Student demonstriert auf umgebautem Bobbycar

Auch Lars-Ole Schliefkowitz (24), Student aus Harburg, gab sein Bestes, damit die Demo nicht ungesehen bleibt.

Student Lars-Ole Schliefkowitz (24) nahm auf seinem umgebauten Bobbycar an der Demo teil.
Student Lars-Ole Schliefkowitz (24) nahm auf seinem umgebauten Bobbycar an der Demo teil.

Mit einem umgebauten Bobbycar rollte er am Sonntagnachmittag durch Hamburg: „Wir demonstrieren hier für Gleichbehandlung. Ich besitze ein E-Longboard, bin heute aber aus Spaß mit meinem umgebauten Bobbycar hier, das von zwei Hoverboard-Motoren angetrieben wird“. Normalerweise komme das Bobbycar nur bei Rennen an der Uni zum Einsatz.

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