Müll liegt am Ufer der Elbe in Övelgönne.
  • Dieser Weg nahe der Elbe ist alles andere als beschaulich.
  • Foto: Florian Quandt

Flaschen, Müll und Dreck: Der Schandfleck an der Elbe

Leere Sektflaschen, Kippen, Einmalbecher, Papiertüten von Fast-Food-Ketten und Plastikmüll: Dieser unschöne Anblick bot sich MOPO-Fotograf Florian Quandt, als er neulich in Övelgönne unterwegs war. Der Platz direkt an der Elbe nahe den „Columbia Twins“ ist ein beliebter Party-Hotspot, an dem die Leute ihren Dreck nicht ordentlich entsorgen, an dem aber offensichtlich auch nicht sehr oft sauber gemacht wird. Als die MOPO sich bei der Stadtreinigung erkundigt, stellt sich heraus: Dafür ist jemand anders verantwortlich.

Kurz nach dem Fund mache ich mir ein eigenes Bild von der Lage. Und auch wenn einige Tage vergangen sind, finde ich sehr viel Müll und Dreck an dem sonst so schönen Elbufer. Die Überreste deuten auf einen ausgelassenen Party-Abend hin – dabei ist es Freitagmittag.

Bei der Stadtreinigung Hamburg sind in Bezug auf den Platz nahe der Großen Elbstraße 273-275 bereits mehrere Beschwerden eingegangen: überfüllte Papierkörbe und herumliegender Müll. Die erste Meldung stammt aus dem Februar: Das Problem besteht also bereits länger.

Das sagt die Stadtreinigung zu dem dreckigen Platz

Was die meisten gar nicht wissen: Die Stadtreinigung ist für das Saubermachen auf dem Platz nicht verantwortlich. Die Fläche gehört dem Eigentümer der „Columbia Twins“, und das Frankfurter Dienstleistungsunternehmen „Wisag“ soll sie in dessen Auftrag reinigen. „Wir sind unter anderem für die Glas-/Fassadenreinigung – auch für die regelmäßige Graffiti-Entfernung – und eben auch für die Entfernung von Müll auf den Außenflächen verantwortlich“, erklärt Wisag-Sprecherin Tamara Schreiber auf MOPO-Anfrage.

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Das Problem mit den vermüllten Außenflächen sei dem Dienstleister bekannt: „Das Areal ist insbesondere an Wochenenden ein beliebter Treffpunkt. Leider entsorgen die Menschen, die sich dort aufhalten, ihren Müll nicht immer ordnungsgemäß“, so Schreiber. Den Eindruck habe ich auch bekommen. Allerdings war ich an einem Freitagmittag dort und nicht an einem Montagmorgen.

Haustechniker muss Müll der Partywütigen entfernen

Laut Sprecherin Tamara Schreiber sei der zuständige Haustechniker vor allem montags vor Ort, um die Überreste der Partywütigen nach den Wochenenden zu beseitigen. Dafür ginge ein Großteil seiner Arbeitszeit drauf, merkt Schreiber an. Das Problem: Er sei nur zu bestimmten Zeiten in der Großen Elbstraße und auch nicht an jedem Tag in der Woche.

Nach meiner Anfrage sei der zuständige Objektleiter höchstpersönlich vor Ort gewesen und habe sich ein Bild von der Lage gemacht. An dem entsprechenden Dienstag konnte er Tamara Schreiber zufolge „keine Müllansammlungen auf der Außenfläche entdecken“. Da hatte er wohl Glück, denn das scheint an den „Columbia Twins“ die Ausnahme zu sein.

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Die „Wisag“ bedanke sich dennoch für den Hinweis der MOPO und nehme ihn zum Anlass, „noch genauer auf ein sauberes Erscheinungsbild des Geländes der Columbia Twins zu achten“, so Schreiber. Hamburger und Touristen, die am Elbufer flanieren wollen, würde das sicher freuen.

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