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Fit durch den Herbst: Diese Sportart ist eine Alternative zum „normalen“ Joggen

Abwechslung ist immer gut. Also gilt für Joggerinnen und Jogger: ab in den Wald oder hinauf auf den Berg! Und wer weder das eine noch das andere in der Nähe hat, peppt halt die normale Laufrunde auf.

Über Wurzeln und Steine statt immer nur auf gewalzten Wegen: Beim Trail-Running wird Joggerinnen und Joggern mehr abverlangt, als bei der gemütlichen Runde im Park – und das ist gut: Koordinativ sei das Laufen anspruchsvoller, je unebener der Untergrund sei, sagt Sportmediziner Lutz Graumann aus Rosenheim.

Trail-Running: Wo der Asphaltweg aufhört

„Das Gehirn ist auch mehr gefordert, weil es mehr vorausschauen muss, wie es den Fuß platzieren muss, um sich nicht zu verletzen“, führt Graumann aus. Darum rät er Anfängern, die Eigenwahrnehmung durch sogenanntes propriozeptives Training zu schulen. Dadurch sinkt das Verletzungsrisiko durch Umknicken bei den ersten Laufversuchen auf den neuen Wegen. Gut geeignet seien unter anderem der Ein-Bein-Stand oder das Balancieren auf einem zusammengerollten Handtuch.

Hinter dem Trend mit dem feschen Namen steckt indes eigentlich ein alter Hut. „Trail-Running beginnt da, wo der Asphalt- oder Betonweg aufhört“, sagt Urs Weber von der Fachzeitschrift „Runners World“.

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Mit Trail-Running kann man seine Laufroutine aufpeppen (Symbolbild).

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Angesichts dieses schön vermarktbaren Ausdrucks findet sich eine Vielzahl von Trail-Running-Schuhen in den Geschäften und Onlineshops. Ein Haupterkennungsmerkmal dieser Schuhe sei meist das gröbere Profil der Außensohle, sagt Weber. Durch die Umgebung, in der sie im Einsatz sind, werden Trail-Schuhe häufig härter belastet als normale Laufschuhe, wodurch der Verschleiß tendenziell höher ist. 

Erste Versuche in normalen Schuhen

Laufen im Stadtpark

Auch bei einer Laufrunde im Hamburger Stadtpark können Sie unterschiedliche Untergründe ausprobieren (Symbolbild)

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Für die ersten Versuche im neuen Terrain brauche es aber zunächst kein neues Equipment, meint Basedow. Wer keine Trail-Schuhe besitzt, sollte sich nicht abhalten lassen, auch mal durch den Wald zu laufen, ergänzt Urs Weber.

An einem Flussbett oder auf ausgewiesenen Pfaden seien profilierte Schuhe dann schon von Vorteil, so Basedow. „Genau wie eine Karte beziehungsweise ein Handy für den Notfall.“ Für Bergwege und spektakuläre Trails bräuchte es zudem eine gewisse Ausdauer.

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Wer auf diesen Strecken für einen Kilometer länger braucht als üblich, sollte sich davon nicht frustrieren lassen. Selbst Profis gingen steile Passagen in Teiletappen, so Basedow. Die Koordination sei anspruchsvoller und gerade auf wurzeligen Strecken oder bergab sollte man am Anfang eine gewisse Vorsicht walten lassen.

Abwechslung im urbanen Raum

Ein Wechsel der gewohnten Runden ist auf jeden Fall immer eine gute Idee – es müssen ja nicht gleich die anspruchsvollsten Routen im Mittelgebirge oder in den Alpen sein. Läuferinnen und Läufer können im Kleinen starten: „Ich würde jedem empfehlen, verschiedene Belage und Laufumgebungen auszuprobieren, um zu merken, was einem gut tut und was nicht“, rät Sportmediziner Graumann.

Trail-Running

Mit Trail-Running bringt man Abwechslung in den Laufalltag.

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Und wer keinen hügeligen Wald in der Nähe hat, kann das Auf und Ab auch in den Stadtlauf integrieren. „Das kann ein Treppenlauf sein, oder einen Hügel am Sportplatz mal schräg hochlaufen“, schlägt Urs Weber vor. „Es muss also nicht kompliziert sein.“ Alles, was Abwechslung reinbringt und die übliche Laufbewegung ergänzt, sei gut. „Damit schult man auch Körper und Geist.“ (dpa)

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