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Filmemacher Fatih Akin
  • Das Ganster-Epos „Rheingold“ vom Hamburger Regisseur Fatih Akin wurde mit 700.000 Euro gefördert.
  • Foto: dpa

Filme und Serien aus Hamburg bekommen Millionen-Förderung

Hamburg und Schleswig-Holstein sind oft im Fernsehen und im Kino zu sehen. Ob internationale Produktionen, Serienprojekte oder auch Kurz- und Dokumentarfilme. Damit das so bleibt, geben die Länder der Branche Geld. Auch in den Corona-Jahren 2020 und 2021 flossen mehrere Millionen Euro.

Im Norden gedrehte und entwickelte Filme und Serien sind in den vergangenen beiden Jahren mit 26,2 Millionen Euro gefördert worden. Dreiviertel des Geldes seien dabei allein für die Dreharbeiten von Kinofilmen zur Verfügung gestellt worden, sagte Helge Albers, Geschäftsführer der Moin Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein, am Donnerstag in Hamburg. Insgesamt gab es in den Corona-Jahren 2020 und 2021 exakt 559 Förderzusagen.

Darüber hinaus habe die Film- und Kinobranche in Hamburg und Schleswig-Holstein aber auch gut 5,7 Millionen Euro Coronahilfen von den Ländern erhalten, die über die Filmförderung verteilt wurde. „Corona hat die Branche enorm beeinflusst“, sagte Albers dazu. So seien nicht nur viele Drehs in eine Zwangspause gegangen, es habe auch Drehabbrüche gegeben. Die Coronahilfen seien beispielsweise an Projekte ausgezahlt worden, die wegen Corona stillgestanden hatten und deshalb vor dem Abbruch standen. Das Wiederanschieben der Projekte habe in vielen Fällen zu erheblichen Mehrkosten geführt, die auf diesem Wege abgefedert werden konnten.

Serien für Streamingplattformen werden stärker gefördert

Die Corona-Pandemie und damit verbundene Unsicherheiten für Dreharbeiten und Kinostarts hätten zudem dazu geführt, dass im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit deutlich mehr Stoffe noch in ihrer Entwicklungsphase mit Geld bedacht wurden. So hätten 168 Projekte zusammen 3,8 Millionen Euro bekommen, um eine Idee zum fertigen Film entwickeln zu können. Das sind mittlerweile rund 15 Prozent des Förderetats.

„Die Entwicklungsförderung ist einer der Kernbereiche unserer Tätigkeit“, sagte Albers dazu. Damit sollten die Macher im Norden die Mittel an die Hand bekommen, um sich in einem anspruchsvollen und durchaus auch teuren Markt durchsetzen zu können. Insgesamt haben die Macher von 128 Kinofilmen exakt 17,9 Millionen Euro an Fördermitteln bekommen. 700.000 Euro davon flossen 2021 dabei in das Gangster-Epos „Rheingold“ von Fatih Akin, das im Herbst 2022 ins Kino kommen soll.

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Damit im Norden nicht nur Filme, sondern auch deutlich mehr hochwertige Serien für Streamingportale und Sender gedreht werden, ist zudem die Fördersumme für Serienprojekte erhöht worden. In 2020 und 2021 konnten erstmals 1,69 Millionen Euro an 24 High-End-Serienprojekte gegeben werden. Auch 2022 sei die Filmförderung in dieser Hinsicht wieder stark unterwegs und hat bereits jetzt 1,2 Millionen Euro vergeben. „Das deutet stark darauf hin wie die Tendenz ist und dass in dem Bereich ein starker Bedarf ist und die Branche sich hierhin auch orientiert“, so Albers.

2022 wieder deutlich mehr Drehtage – „wie vor Corona“

In den kommenden Monaten und Jahren werden Zuschauer auf jeden Fall wieder viel Hamburg und Schleswig-Holstein in Filmen und Serien sehen. So standen die Schauspieler in den vergangenen beiden Jahren – trotz Corona – an 2501 Drehtagen im Norden vor der Kamera – 696 in Schleswig-Holstein und 1805 in Hamburg. Zum Vergleich: Nur im Vor-Corona-Jahr 2019 waren es 476 in Schleswig-Holstein und 1610 in der Hansestadt.

Für 2022 zeigte Albers sich zuversichtlich. Es werde wieder deutlich mehr Drehtage geben: „Wir sind mit der Entwicklung zufrieden. Es hat sich wieder auf einem Niveau eingependelt, das wir von vor Corona kannten. Die Zahlen werden auch 2022 zufriedenstellend ausfallen.“

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Die Moin Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein wird vor allem von der Hansestadt finanziert. Der Rest kommt über den Medienstaatsvertrag, das Land Schleswig-Holstein, das Filmstudio Warner Bros. sowie die Fernsehsender ZDF und NDR in die Moin-Kassen. Damit werden alle Schritte des Filmemachens – vom Exposé über das Drehbuch bis zur Produktion und den Vertrieb – mitfinanziert. (dpa)

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