Die deutschen Hotels und Gaststätten bezeichnen die neuen Verordnungen als Schlag ins Gesicht (Symbolbild).
  • Die deutschen Hotels und Gaststätten bezeichnen die neuen Verordnungen als Schlag ins Gesicht (Symbolbild).
  • Foto: picture alliance/dpa

„Fassungslos, Schlag ins Gesicht“: Verheerende Kritik an Corona-Beschlüssen im Norden

Die Gastronomen sind wüten: Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Hamburg hat die neuen Corona-Beschlüsse der Politik als „Schlag ins Gesicht der Hotellerie und Gastronomie“ bezeichnet.

Der kommissarische Präsident, Niklaus Kaiser, sagte am Dienstag in Hamburg: „Die von uns immer wieder geforderte Gleichbehandlung von privaten Zusammenkünften und Zusammenkünften in unseren Unternehmen wird nicht nur ignoriert, sondern auch noch um eine Ungleichbehandlung von Inlands- und Auslandsreisen im Bereich touristischer Reisen ergänzt.“

Im Norden: Hotels und Gaststätten werden ungerecht behandelt

Die wenigen noch im Außer-Haus-Geschäft und in der Versorgung von Geschäftsreisenden tätigen Betriebe würden mit Auflagen zu Schnelltests auf eigene Kosten weiter finanziell belastet. „Hier wäre die zur Verfügungstellung von kostenlosen Tests für die gebeutelte Branche das Minimum“, sagte Kaiser.

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Hamburgs Industrieverbandschef Matthias Boxberger vermisst Verlässlichkeit und Perspektive nach der Verlängerung des Lockdowns. „Diese perspektivlose Hinhaltepolitik macht viele Betriebe und Beschäftigte nur noch fassungslos“, sagte Boxberger am Dienstag in Hamburg. In der Krise werde viel zu wenig mit der Wirtschaft zusammengearbeitet. „Mit unseren Fähigkeiten in der Produktion und Logistik wäre sicherlich manches schneller und besser gegangen“, meinte der Industrieverbandschef. Die Industrie könnte unter anderem einen wichtigen Anteil dazu beitragen, „dass wir schneller den notwendigen Impfschutz erreichen”.

„Perspektivlose Hinhaltepolitik“ – Industrieverbandschef vermisst Verlässlichkeit

Hamburgs Ärztekammerpräsident Dr. Pedram Emami nannte es bedauerlich,  dass man sich in dieser Phase der Pandemie nicht mit der Impfstoffbeschaffung befasst hätte. „Die Verlängerung und Intensivierung der Kontaktbeschränkungen ist scheinbar das einzig übrig gebliebene Mittel“, so Emami. Er setzt auf eine durchdachte Teststrategie und wünscht sich durch die Einbindung von Fach- und Hausärzten eine konsequente Umsetzung der Impfkampagne. (mp)

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