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Experten in Hamburg: Trotz Corona-Rückgang: Mehr Luftfahrt-Tote als vergangenes Jahr

Die Pandemie hat zu einem drastischen Einbruch im Weltluftverkehr 2020 geführt – doch laut Unfallforschern aus Hamburg spiegelt sich das in den Opferzahlen nicht wider. Mit weltweit 318 Verstorbenen ist die Anzahl der tödlich Verunglückten im Vergleich zum Vorjahr um 25 Menschen gestiegen.

Die Anzahl der tödlichen Flugunfälle ist zwar von 27 im Jahr 2019 auf neun im Jahr 2020 gesunken, die Zahl der Verunglückten stieg allerdings an. Nach vorläufigen Zahlen des Hamburger Flugsicherheitsbüros „Jet Airliner Crash Data Evaluation Centre“ (JACDEC) starben bei Flugunfällen der kommerziellen Luftfahrt weltweit 318 Menschen – 25 mehr als 2019. Viele dieser Unfalltoten sind allein zwei Unglücken zuzuordnen.

Flugtote 2020: Bei Abstürzen starben 318 Menschen 

Nach der Analyse des JACDEC für das Luftfahrtmagazin „Aero International“ (Februar-Ausgabe) starben Anfang Januar 176 Menschen, als nahe Teheran eine Boeing 737-800 der „Ukraine International“ abgeschossen wurde. Der Iran hatte eingeräumt, für den Absturz verantwortlich zu sein. Das Militär habe die Maschine „unbeabsichtigt“ abgeschossen, hieß es in einer Presseerklärung im Staatsfernsehen.

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Der zweite schwere Unfall ereignete sich, als ein pakistanischer Airbus A320 in ein Wohngebiet in Karatschi krachte. Karatschi ist mit 15 Millionen Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Landes. Dabei starben 97 Menschen an Bord und einer am Boden.

Durch Corona: Einbruch der Flugaktivität bis zu 70 Prozent

Der internationale Branchenverband IATA schätzt den Einbruch der Flugaktivität durch die Corona-Krise über das gesamte Jahr je nach Region auf bis zu 70 Prozent.

Der JACDEC registriert und analysiert seit rund drei Jahrzehnten die Unfälle und schweren Zwischenfälle der Zivilluftfahrt. Erfasst werden dabei alle Flugzeuge mit mehr als 5,7 Tonnen Gewicht oder mehr als 19 Sitzen. (dpa/sr)

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