4664d68758c18ec42ca3ea5940acb56e_symbolbild
  • Foto: dpa

Es geht um viel Geld: Beförderungsstopp bei der Feuerwehr – Kollegen klagen

Eigentlich hätten sich 179 Feuerwehrleute über eine saftige Lohnerhöhung freuen dürfen. Sie waren von einem internen Bewertungssystem ausgesucht worden, das nach Dienstzeit, Kenntnis und Engagement auswählt. Am Dienstag sollte „Zahltag“ sein. Doch die Zeremonie wurde abgeblasen. Der Grund: Die eigenen Kollegen reichten dagegen Klage beim Verwaltungsgericht ein!

So sollen sie sich mies behandelt fühlen, weil auch ihnen eine Beförderung zustehen würde. Finanzielle Mittel reichen aber nur für 179 Feuerwehrmänner und -frauen, die vom Brandmeister zum Oberbrandmeister beziehungsweise vom Oberbrandmeister zum Hauptbrandmeister ernannt werden sollten.

Feuerwehr Hamburg: Entwicklung maximal unschön

Die Feuerwehr Hamburg bestätigt auf MOPO-Anfrage den Vorfall und die vorerst gestrichene Beförderungswelle. „Zwei Eilverfahren verhinderten leider die Ernennungen“, so Sprecher Jan Ole Unger. Einerseits sei es das Grundrecht jedes Einzelnen, den Rechtsweg zu bestreiten, „gleichwohl ist diese Entwicklung maximal unschön und von unserer Seite her zutiefst zu bedauern“. Es träfe nämlich Kolleginnen und Kollegen, die die „langersehnte Ernennung sicherlich auch verdient hätten“.

Die Dienststelle und der Personalrat der Feuerwehr hätten „bis zur letzten Sekunde“ versucht, eine Lösung mit allen Beteiligten zu finden, nicht zuletzt nach dem Einreichen der zwei Eilverfahren. Vergebens, wie Unger sagt: „Folglich blieb in letzter Instanz nun nur noch die Ultima Ratio, nämlich den Termin zu verschieben.“

Das könnte Sie auch interessieren: Unfallserie in Billstedt: Mercedes erfasst Fußgängerin – Golf-Fahrer kracht in Hauswand

Die zwei klagenden Feuerwehrmänner sollen also jedes Angebot abgelehnt haben. Auch eine von der Feuerwehr versprochene Freihaltung auf zukünftige Beförderungsstellen reichte dem Duo nicht. Es will mehr Geld – und zwar jetzt.

Nun steht alles still. Zum Leidwesen der Klagenden und derjenigen, die mit einer Beförderung fest rechneten. Wann die Situation geklärt sein wird, ist unklar. Erstmal müsse laut Unger die Entscheidung des Verwaltungsgerichts abgewartet werden.

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp