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Erster Tag Corona-frei in Hamburg: So klappt die Betreuung in der Schule

Die Kinder freuen sich, die Eltern sind gestresst: Hamburgs Schulen sind seit Montag wegen der Corona-Krise geschlossen, die Kinder sollen soweit möglich zu Hause betreut werden. Eine Notfallbetreuung ist aber gesichert. Trotz aller Aufregung kann der Sprecher der Schulbehörde der Epidemie auch etwas Positives abgewinnen.

Grundsätzlich gilt: Kein Kind wird an der Schultür abgewiesen, es sei denn, es war in den vergangenen Wochen in einem Risikogebiet, in dem die Gefahr einer Infektion mit dem Coronavirus besonders hoch ist. Eine Notbetreuung sei gesichert, sagte der Sprecher der Schulbehörde, Peter Albrecht, am heutigen Montag.

Hamburg: Schulbetreuung für Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen

Zwar ist die in erster Linie für Kinder gedacht, deren Eltern in sogenannten systemrelevanten Berufen in medizinischen Bereichen, bei der Polizei, der Feuerwehr oder der Müllabfuhr arbeiten. Dennoch können alle Eltern mit Betreuungsproblemen ihre Kinder in die seit Montag offiziell geschlossenen Schulen schicken.

Notfallbetreuung an Hamburger Schulen für alle gewährleistet

„Es muss sich niemand rechtfertigen“, versichert Albrecht. „Wer in die Schule kommt, wird auch betreut. Alle Schulen sind geöffnet. Es wird niemand abgewiesen.“

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Voraussichtlich am Nachmittag wird die Behörde Informationen zur Zahl der Betroffenen vorlegen. Bislang sei man davon ausgegangen, dass etwa 20 Prozent der Schüler in den Schulen betreut würden. Es dürften aber wohl deutlich weniger seien.

Hamburger Schüler sollen per E-Learning Unterricht bekommen

Peter Albrecht, Sprecher der Hamburger Schulbehörde.

Peter Albrecht, Sprecher der Hamburger Schulbehörde.

Foto:

imago/Chris Emil Janßen

Für alle Daheimgebliebenen erarbeiteten die Schulen derzeit Pläne, wie diese mit Unterrichtsmaterial versorgt werden können. Wie sie dies konkret machen, sei aber den einzelnen Schulen überlassen, da diese sehr unterschiedlich ausgestattet seien, sagte Albrecht.

Manche Schulen verfügten bereits über ein umfassendes E-Learning-System. „Da geht es sehr einfach. Es gibt aber auch Grundschulen, die haben noch nicht mal einen E-Mail-Verteiler der Eltern.“ Dort werde teilweise in Turnhallen Unterrichtsmaterial zur Abholung bereitgestellt.

Hamburger Schulbehörde: Corona-Krise bringt Digitalisierung voran

Behördensprecher Albrecht wies darauf hin, dass die Server derzeit überlastet sein könnten. Das System sei ja noch im Aufbau und könne in die Knie gehen, wenn gleichzeitig rund 260.000 Schüler und etwa 22.000 Lehrer darauf zugreifen würden.

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Trotz allem konnte Sprecher Albrecht der Lage auch etwas Gutes abgewinnen. „Das Positive der Krise ist, dass wir einen großen Schritt in der Digitalisierung vorankommen.“ (dpa/mp)

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