Visualisierung des neuen Burchardplatzes
  • Autofrei, mit Gastronomie und Festen: So soll der neue Burchardplatz aussehen.
  • Foto: WES LandschaftsArchitektur Hamburg

„Schlummerndes Juwel“: So soll der neue Burchardplatz aussehen

Der Plan für den neuen Burchardplatz in der Hamburger Altstadt steht: Aus neun Bewerbungen wurde am Dienstagabend ein Konzept für die künftige Gestaltung des Areals ausgewählt. Es sieht nicht nur einen autofreien Platz vor, sondern greift auch den historischen Kontext der Umgebung auf. Einige Punkte muss der Preisträger an seinem Konzept aber noch verbessern.

Die Pläne des Hamburger Büros WES LandschaftsArchitektur setzten sich vor der hochrangig und international besetzten Jury gegen acht weitere Entwürfe aus dem In- und Ausland durch. Der Burchardplatz wird darin als „Freiraum“ betrachtet. Dieser bezieht sich auf den künftig weitgehend autofreien Burchardplatz, die Burchardstraße und die Mohlenhofstraße und bildet den Auftakt für die Umgestaltung der öffentlichen Räume rund um das Chilehaus.

Burchardplatz in Hamburg: Vielfältige Nutzung des Platzes

„Ziel ist ein lebendiges, stimmiges Umfeld für die einzigartige Architektur der Kontorhäuser, eingebunden in eine gestärkte fußläufige Achse von der Mönckebergstraße bis hin zur Speicherstadt und weiter in die HafenCity“, teilte der Senat mit. Erstmals werde der Blick nach Osten auf das Chilehaus frei sein.

„Endlich bekommt das Kontorhausviertel zwei große neue Plätze, die vielfältig nutzbar sind – für einen Markt, für Gastronomie, für Feste, für alle Bürgerinnen und Bürger und Besucherinnen und Besucher“, sagte Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor. „Die Kontorhäuser wirken wie festliche Kulissen für neue öffentliche Räume.“

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Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende erklärte: „Der Burchardplatz ist ein schlummerndes Juwel in unserer Innenstadt, das wir neu zur Geltung bringen wollen. In Zukunft wollen wir Hamburgs einzigen komplett in Backstein eingefassten Platz wieder neu zur Geltung bringen, die Verbindung zur großartigen Kontorhaus-Architektur neu definieren und die Aufenthaltsqualität deutlich stärken.“

Burchardplatz: Diese Punkte müssen noch verbessert werden

Von der Jury gab es zwar viel Lob, dennoch muss der Sieger einige Punkte im Konzept noch weiterentwickeln: So soll wertvoller Baumbestand erhalten werden, der auf der aktuellen Visualisierung nicht zu sehen ist. Außerdem sollen noch Stadtmobiliar, passende Beleuchtung und Regenwassermanagement hinzugefügt werden. Auch soll geprüft werden, wie Radfahrer in den künftigen Burchardplatz integriert werden können.

Die Umgestaltung des Platzes zählt zu den Leitprojekten des Hamburger Senats für die Weiterentwicklung der Hamburger Innenstadt. Zu den im Handlungskonzept Innenstadt festgehaltenen Zielen zählen neben der Aufwertung öffentlicher Räume unter anderem mehr Wohnen und eine größere Nutzungsvielfalt in der Innenstadt.

Bis zur Fertigstellung wird es allerdings noch ein bisschen dauern: Sie ist für 2024 geplant. (prei)

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