Hamburgs Winterdienst: Bis zu 840 Mitarbeiter sind im Einsatz
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Endlich Schnee in Hamburg: Winterdienst mit 350 Fahrzeugen im Einsatz

Der erste Schnee des Jahres ist in Hamburg gefallen, leider bleibt er bisher kaum liegen und auch für Schneemänner oder fürs Rodeln reicht es noch nicht. Das Gute: Es gab auch noch nicht das sonst übliche Verkehrschaos. Hamburgs Winterdienst ist aber auf alles vorbereitet. 

Um die Einsatzkräfte und Streupläne zu koordinieren, ist die Einsatzzentrale des Winterdienstes rund um die Uhr besetzt. Von hier aus hält die Stadtreinigung Kontakt mit Polizei, HVV und Wetterdiensten, überwacht das Wettergeschehen und koordiniert die Streueinsätze.

Bis zu 840 Einsatzkräfte sorgen mit 350 Fahrzeugen dafür, dass wichtige Fahrbahnen, Gehwege, Zebrastreifen und Bushaltestellen geräumt und gestreut werden – 17.000 Tonnen Streusalz lagern dafür in den Hamburger Salzhallen. 

Hamburgs Winterdienst: 3.300 Kilometer sichere Straßen für Autofahrer

Bis zu 90 Arbeitskräfte kümmern sich in Hamburg um die Sicherheit der Autofahrer. Zunächst werden 2.690 Kilometer wichtige Hauptverkehrsstraßen, Strecken mit Buslinienund 1.600 Busbuchten gesichert. Danach sind rund 620 Kilometer Verbindungsstrecken zwischen diesen Straßen an der Reihe.

Bei Glatteis und überfrorener Nässe kommt Feuchtsalz zum Einsatz. Dabei dauert ein Streudurchgang mindestens dreieinhalb Stunden. Je nach Witterung und Verkehr können aber auch fünf Stunden vergehen, bis die letzte Fahrbahn des Streuplans gesichert ist.

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Bei Wintereinbruch: 970 Kilometer Geh- und Radwege werden gesichert

Damit auch Fußgänger und Radfahrer im Winter sicher von A nach B kommen, beseitigen fast 380 Einsatzkräfte den Schnee von 8.400 Fußgängerüberwegen. Die SRH sichert zudem rund 660 Kilometer Gehwegstrecken ohne Anlieger mit feinkörnigem Kies. Dabei handelt es sich um Gehwege auf Brücken, wichtige ausgewählte Wege an Wasserläufen, an land- und forstwirtschaftlichen Flächen, in Grünanlagen, Gehwegverbindungen zu Haltestellen von Bus und Bahn sowie 4.100 Bushaltestellen.

Hinzukommen fast 200 Streukilometer auf einem abgesetzten Netz von Fahrradwegen – dafür sind rund 360 Einsatzkräfte zuständig.

Gehwege mit Anliegern: Räumpflicht für Anwohner

Bei Schnee und Eis auf Gehwegen mit Anliegern, müssen sich allerdings die Anwohner um die Beseitigung kümmern. Das gilt überall in Hamburg – von der kleinen Wohnstraße bis zur Fußgängerzone. Schnee muss sofort nach Ende des Schneefalls geräumt, bei Glätte unmittelbar nach Eintritt gestreut werden.

Dazu dürfen keine Tausalze, sondern lediglich feinkörniger Kies, Sand, Splitt und Blähton verwendet werden. Über die genauen Pflichten der Anlieger informiert die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft online. (alu)

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