Mit einem Pilotprojekt wie dem in Berlin könnte sich der leere Saal in der Hamburger Elbphilharmonie bald wieder füllen. 
  • Mit einem Pilotprojekt wie dem in Berlin könnte sich der leere Saal in der Hamburger Elbphilharmonie bald wieder füllen. 
  • Foto: picture alliance/dpa

Ein Vorbild für Hamburg?: Berlin öffnet Clubs und Theater mit Pilotprojekt

In Berlin sollen ab dem 19. März die ersten Bühnen und Opernhäuser für ein Pilotprojekt öffnen. Das Publikum muss vorher zum Test. Wäre das auch in Hamburg denkbar? Die MOPO hat in der Kulturbehörde nachgefragt. 

Personalisierte Tickets, ein Coronatest vorab und Maskenpflicht während der Vorstellung: Mit diesen Regelungen startet in Berlin am kommenden Wochenende ein Projekt, mit dem die derzeit diskutierte Öffnungsstrategien getestet werden sollen. Den Auftakt macht das Berliner Ensemble am 19. März, die Stiftung Berliner Philharmoniker plant am 20. März ein Sinfoniekonzert. Geplant sind insgesamt neun Veranstaltungen bis Anfang April.

Vorbild für Hamburg? Berlin öffnet Clubs und Theater mit Pilotprojekt

Wäre ein derartiger Testdurchlauf auch in Hamburg denkbar? Offenbar: „Das Berliner Konzept ist sicherlich eine interessante Möglichkeit“, heißt es in einem Statement der Behörde auf MOPO-Nachfrage. Hamburg verfolge das Pilotprojekt mit großem Interesse und stünde bereits mit den Kollegen aus der Hauptstadt im Austausch.

Pilotprojekt: Berlin öffnet die Clubs

„Seit der letzten Vereinbarung zwischen den Ministerpräsidenten und der Bundesregierung gibt es bereits eine Perspektive für Öffnungen von Theatern, Konzerthäusern und Kinos – und das sogar recht zeitnah, wenn die Inzidenz stabil bleibt und das Publikum getestet ist. Wir sind gerade dabei zu klären, wie wir das am besten gemeinsam organisieren, heißt es weiter. Möglich also, dass es schon bald auch in Hamburg testweise Kulturveranstaltungen gibt.

Das Projekt aus der Hauptstadt ist in dieser Form in Deutschland bisher einzigartig – und könnte zum Vorbild für andere Bundesländer werden. Die Erkenntnisse der Testdurchläufe sollen gemeinsam ausgewertet und anderen Institutionen zur Verfügung gestellt, teilte Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) mit.

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Am Berliner Ensemble sind Vorstellungen von „Panikherz“ geplant. „Das Publikum wird im Schachbrettmuster sitzen, mit FFP2-Maske“, sagt Intendant Oliver Reese. Die Eintrittskarte werde an einen Test gekoppelt, den man an fünf Teststationen am selben Tag machen könne. Das negative Ergebnis müsse dann bei der Einlasskontrolle am Theater vorgezeigt werden. Er sei überzeugt, dass es dringend Öffnungsstrategien für die Kultur brauche, die nicht an Inzidenzwerte gekoppelt seien.

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