Die Hamburger Stadtbäume leiden unter dem Klimawandel. Das Bezirksamt Altona will jetzt mit Sensoren messen, wie viel Wasser diese brauchen. (Symbolbild)
  • Die Hamburger Stadtbäume leiden unter dem Klimawandel. Das Bezirksamt Altona will jetzt mit Sensoren messen, wie viel Wasser diese brauchen. (Symbolbild)
  • Foto: Florian Quandt

Gegen Dürre: Hamburger Straßenbäume haben jetzt Sensoren

Neben den Wäldern sind auch die Hamburger Straßenbäume den Folgen des Klimawandels ausgesetzt. Mittels eines Pilotprojektes hat das Bezirksamt Altona zehn Jungbäume am Bruno-Tesch-Platz mit einer speziellen Sensortechnik versehen, die bei zu großer Trockenheit Alarm schlagen. Mit den Daten soll jetzt nicht nur zielgerichteter gegossen, sondern gleichzeitig auch Wasser gespart werden.

Im vergangenen Herbst wurden bei zehn Jungbäumen anlässlich der Neugestaltung des Bruno-Tesch-Platzes mehrere Sensoren in unterschiedlichen Tiefen installiert. Diese zeigen an, wo noch mehr als genug oder eben viel zu wenig Wasser vorhanden ist.

Altona: Bezirk will Straßenbäume gezielter wässern

Die Feuchtigkeitssensoren messen die Wasserspannung im Boden, die wiederum Rückschlüsse auf die Versorgung des Baumes mit Wasser erlaubt. Vereinfacht gesagt: Je geringer die Spannung, desto besser geht es dem Baum.

Mithilfe der Sensoren kann gemessen werden, ob der Baum gerade Wasser braucht oder nicht.
Mithilfe der Sensoren kann gemessen werden, ob der Baum gerade Wasser braucht oder nicht.

Mitarbeitende der Abteilung „Stadtgrün“ messen mithilfe eines digitalen Messgeräts regelmäßig die Sensoren aus und protokollieren die Daten. „Anhand der so gewonnenen Werte lässt sich ein pauschales, großzügiges Bewässern der Gehölze vermeiden“, so das Bezirksamt Altona, das die Technik als „Win-Win-Situation“ für Bäume und Umwelt beschreibt. Denn eine gut gemeinte Überwässerung der Pflanze könne genauso schädlich für sie sein wie eine Dürreperiode.

Klimawandel: Hamburger Straßenbäume sind gefährdet

In den vergangenen Jahren und Hitzeperioden haben die Hamburger Stadtbäume sehr unter der Dürre gelitten, sodass viele von ihnen nicht mehr richtig im Grundwasser stehen. Um den Baumbestand zu sichern, forderten in Altona Grüne, CDU und SPD im Juni 2020 mehr Geld von den Behörden. „Unsere Stadtbäume sind gleichsam lebende Klimaanlagen. Sie spenden Schatten, erzeugen Sauerstoff, fangen Staub auf und kühlen durch Verdunstung ihre Umgebung“, sagte damals Lars Andersen von den Grünen in Altona. Je wärmer und trockener das Klima werde, desto mehr müsse man sich um die Bäume kümmern. (aba)

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