Neues Hotel von Viva con Agua: So soll die Villa Viva im Hamburger Münzviertel einmal aussehen.
  • Neues Hotel von Viva con Agua: So soll die Villa Viva im Hamburger Münzviertel einmal aussehen.
  • Foto: Tim Erdmann

Hamburger Hochhaus soll die Welt ein Stück besser machen

Nach Mineralwasser, Goldeimer-Klopapier und dem sozialen Kunstverkauf der Millerntor Gallery startet die gemeinnützige Organisation Viva con Agua mit der Villa Viva in Hamburg ein weiteres Social Business.

Das zwölfstöckige Gasthaus, das bis Ende 2023 im Münzviertel zwischen Hauptbahnhof und Deichtorhallen entstehen soll, werde mehr als 300 Gästebetten für jeden Geldbeutel bieten, sagte Viva con Agua-Gründer Benny Adrion am Montag zum Baustart. Geplant seien neben 139 Zimmern auch eine Campingetage, eine Bar, ein Restaurant, ein Yogaraum, von Künstlern gestaltete Artrooms sowie Konferenz- und Büroflächen.

„Wir wollen Wasserprojekte unterstützen“, sagte Adrion. „Wir wollen das nicht nur mit Spenden machen. Wir wollen das mit Social Business machen.“

Benjamin Adrion, Gründer und Organisationsentwickler von Viva con Agua de St. Pauli e. V., setzt sich gemeinsam mit dem Verein nun auch für die Förderung des Brunnenbaus ein.
Benjamin Adrion, Gründer und Organisationsentwickler von Viva con Agua de St. Pauli e. V., setzt sich gemeinsam mit dem Verein nun auch für die Förderung des Brunnenbaus ein.

Villa Viva in Hamburg: Hotel-Konzept von Viva con Agua

Ein Großteil der Gewinne aus der Villa Viva werde in die Projektarbeit fließen. Die Villa Viva Holding werde von einer „Shareholder Gang“ aus sozial engagierten Investoren mit 5,5 Millionen Euro Eigenkapital ausgestattet. Unter den Gangmitglieder sind unter anderem Musiker wie Jan Delay und Bela B. oder Ex-Fußball-Profi Kevin Kuranyi. „Wir sind fest entschlossen, einen Teil dazu beizutragen, dass unsere Welt noch nachhaltiger, sozialer und freudvoller wird in den kommenden Jahren“, sagte Adrion. „Mit Villa Viva wollen wir daher zeigen, dass soziales Wirtschaften gleichzeitig nachhaltig und erfolgreich sein kann.“

Das könnte Sie auch interessieren: „Wie ist die Lage?“: Viva con Agua: „Wird wieder wunderbare Projekte geben“

Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) sprach von einem „Leuchtturm der Gemeinwohlökonomie“. Die Vergabe des Grundstückes sei über das städtische LIG-Immobilienmanagement im Rahmen einer Konzeptausschreibung erfolgt. Solche Projekte zeigten, das Hamburg nicht nur „Stadt der Pfeffersäcke“, sondern „auch die Hauptstadt des zivilgesellschaftlichen Engagements“ und Stiftungshauptstadt sei. „Wir haben eigentlich all die Zutaten, die man braucht, um auch eine Hauptstadt des Social Business, der Gemeinwohlökonomie zu werden.“ (dpa)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp