Matteo Ferrantino steht in der Küche seines Restaurants „Bianc“ in Hamburg.  
  • Matteo Ferrantino steht in der Küche seines Restaurants „Bianc“ in Hamburg.  
  • Foto: Georg Wendt/dpa

Dieser Koch ist „Aufsteiger des Jahres“: Das sind Hamburgs beste Restaurants

Das sind doch mal gute Nachrichten für Hamburgs Gastronomie. Der renommierte Restaurant-Führer „Gault & Millau“ erscheint in seiner neuen Ausgabe – und verteilt reichlich Lob für Hamburger Restaurants! Fünf Lokale haben es in die Spitzenklasse geschafft und von den Kritikern mindestens 17 Punkte erhalten. Ein Koch aus der HafenCity erhielt gar den Titel „Aufsteiger des Jahres“.

Matteo Ferrantino heißt der Mann, er betreibt das Restaurant „Bianc“ am Sandtorkai in der HafenCity. Er erhält in der am 30. November erscheinenden Deutschlandausgabe des Guides, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, 18 von 20 möglichen Punkten.

„Gault&Millau“ 2021: Das sind Hamburgs beste Restaurants

Matteo Ferrantino im Bianc

Matteo Ferrantino in seinem Restaurant. 

Foto:

Florian Quandt

Das Lob der Kritiker dürfte ihm geschmeckt haben. „Ein Apulier im Norden! Einer, der mit seiner brennenden Leidenschaft für seine Interpretation einer mediterran-geprägten klassischen Küche die komplette kühle HafenCity auf Temperatur bringen könnte“, heißt es in der Begründung. Er koche „geschmacksstark und filigran“.

Bevor der Italiener im Jahr 2017 in Hamburg sein Restaurant eröffnete, kochte er im Zwei-Sterne-Tempel „Vila Joya“ an der Algarve, ein reicher Stammgast lockte ihn nach Hamburg. Die beiden hatten schon oft über Ferrantinos Traum gesprochen, ein eigenes Restaurant zu haben. Der Privatinvestor versprach ihm: „Ich kann dir deinen Traum erfüllen“. Und so kam es. 

Restaurant Bianc

Ein Augenschmaus aus dem „Bianc“: Kleine Kunstwerke aus Roter Beete. 

Foto:

hfr

Ein prachtvoller Olivenbaum ist nicht nur das Herz des Gastraumes, sondern verweist wie das schicke Olivenholzparkett auf die Wurzeln des Chefs: Matteo Ferrantino ist Sohn von Olivenbauern. Sein Talent am Herd wurde schon von anderer Seite belohnt: Der Küchenzauberer hat sich bereits zwei Michelin-Sterne erkocht. 

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Freunde über den neuen „Gault&Millau“ gibt es auch in anderen Hamburger Küchen. Mit jeweils 19 Punkten teilen sich das „Haerlin“ im Hotel „Vier Jahreszeiten“ und das „The Table“ in der HafenCity den ersten Platz der kulinarischen Hitparade des Guides. 17 Punkte erhielten jeweils das „Lakeside“ im Hotel Fontenay (Rotherbaum) und das „Piment“ (Eppendorf).

Hamburg: Spitzennoten für „The Table“ und „Haerlin“

Neu in dem Restaurantführer erwähnt werden das „Jellyfish“ (Eimsbüttel) und das „Wolfs Junge“ (Uhlenhorst) mit jeweils 15 Punkten. Erstmals wurden in dem neuen Führer 500 Restaurants aufgenommen, die nicht bewertet wurden, aber durch ein individuelles Konzept überzeugten. Dazu gehören etwa das „Nil“ auf St. Pauli und das indische Restaurant „AuthenTikka“ (Eimsbüttel). 

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Der „Gault&Millau“-Restaurant-Führer gilt neben dem „Guide Michelin“ als wichtigster Gourmetführer Deutschlands und empfiehlt für das kommende Jahr 1000 Restaurants quer durch die Republik. In diesem Jahr ist einiges anders als sonst: Sowohl der Verlag als auch die Chefredaktion haben gewechselt. Das Buch der Gastronomiekritiker Henri Gault und Christian Millau erschien erstmals 1969 in Frankreich. Koch des Jahres wurde Thomas Schanz vom Restaurant „Schanz“ in Piesport an der Mosel, er bekam 19 Punkte. 

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