• Der Sitz der MOPO-Redaktion in Ottensen.
  • Foto: picture alliance/dpa

„Die MOPO muss bleiben“: So solidarisieren sich Hamburger mit der MOPO

„Die MOPO muss bleiben!“: Mit dieser Nachricht haben sich in den vergangenen Tagen zahlreiche Menschen bei der Redaktion gemeldet. Seitdem bekannt ist, dass die Zukunft der MOPO in ihrer jetzigen Form ungewiss ist, solidarisieren sich zahlreiche Menschen mit uns. Prominente wie HSV-Legende Uwe Seeler, Vizekanzler Olaf Scholz oder TV-Moderator Reinhold Beckmann haben sich zu Wort gemeldet – aber auch viele Leser, die unsere Arbeit, sei es online oder in gedruckter Form, schätzen. Dazu melden sich Kulturschaffende, Vereine, Umweltorganisationen, Gewerkschaften und Politiker zu Wort. Hier ein Auszug der Zuschriften:

„Hamburg braucht Vielfalt in der Berichterstattung“

„Heute habe ich im Fernsehen erfahren,dass die MOPO evtl. vor dem Aus stehen könnte. Ich lese seit Jahrzehnten MOPO und das auch nach meinem Umzug nach Lübeck vor 4 Jahren. Wenn es eine Möglichkeit gibt,als Leserin irgendwie dieses unmögliche Ansinnen abzuwenden, lasst es mich und andere bitte wissen. Ich finde die MOPO wirklich so gut ,dass ich sie wirklich nicht verlieren möchte!“ (Christa K. via E-Mail)

„Die MoPo gehört zu Hamburg, wie der Michel, die Elbe und der Kiez. Ohne geht gar nicht!“ (Jens N. bei Facebook)

„Eine Stadt wie Hamburg braucht Vielfalt in der Berichterstattung. Die Mopo steht für diese Vielfalt.“ (Ulla O. bei Facebook)

„Die Hamburger Morgenpost (Mopo) darf nicht sterben!!! Ich kaufe mir seit über vierzig Jahren regelmäßig die Mopo. Die Mopo muss in der jetzigen Form unbedingt erhalten bleiben. Ich wünsche dem gesamten Mopo-Team für die Zukunft alles Gute.“ (Dirk T. bei Facebook)

>> Hier lesen: Vizekanzler, Seeler, Lindenberg und Co.: Verkaufsprozess: Viel Solidarität für die MOPO

„Als jahrzehntelange Leserin möchte ich hiermit meine Solidarität aussprechen: Die MOPO muss unbedingt bleiben!!! (unbedingt auch in gedruckter Form). Meine 3 Kinder (25, 22 und 20 Jahre) und ich lieben sie, und sie sind mit ihr groß geworden.“ (Sabine P. per eMail)

„Wer mediale Vielfalt – und ja, auch Aufreger – und „sehe-ich-ganz-anders“- Themen will – denn das gehört zur Demokratie dazu – der sollte sich spätestens jetzt engagieren!“ (Florian B. bei Facebook)

„Die MOPO gehört wie Michel, Alster und Elbe zu Hamburg. Unvorstellbar, wenn es sie nicht mehr gäbe.“ (Jan S. bei Facebook)

„Die MOPO ist Teil der öffentlichen Debatte, die wir mehr denn je brauchen“

„Schon damit ich sie manchmal kritisieren kann, gehört die MOPO zur Hamburger Presselandschaft. Demokratie braucht mediale Vielfalt – keine Einfalt. Die MOPO ist aktiver Teil der öffentlichen Debatte, die wir mehr denn je brauchen. Ich wünsche der organisierten Belegschaft genügend Kraft, zusammen mit dem öffentlichen Protest die MOPO zu retten.“ (Wolfgang R. bei Facebook)

„Mopo ist Hamburg und gehört genau wie der Hafen und der Michel dazu. Ich bin mit der Mopo aufgewachsen und möchte nicht auf sie verzichten. Es ist doch nicht immer alles, was „alt“ ist schlecht und muss abgeschafft werden. Wir brauchen gerade heute, mehr denn je eine Presse, die präsent ist, und ihre Meinung äußert, sich nicht den Mund verbieten lässt!“ (Stephani K. bei Facebook)

„Ich bin und war nicht immer einverstanden mit so einigen Artikeln in der MOPO. Dennoch gehört sie für mich zu Hamburg und ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Hamburger Medienlandschaft! Die Pressefreiheit kann nur gelebt werden, wenn es auch Presse gibt. Die MOPO erfüllt seit ihrer Erstauflage eine große Aufgabe! Die MOPO muss bleiben!!
Hamburg braucht eine MOPO! Ich wünsche den Kämpfenden viel Erfolg und bin in Gedanken bei Euch !! Gebt nicht auf !“ (Kay E. bei Facebook)

„Diese Zeitung gehört zu Hamburg! Sie muss bleiben! Es darf nicht sein, dass schon wieder eine Hamburgensie stirbt!“ (Lutz J. bei Facebook)

„Ein Stück Hamburg gilt es zu bewahren!“ (Wolfgang D. bei Facebook)

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Andreas Bornemann (links), Sportchef beim FC St. Pauli, und Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli.

Foto:

picture alliance/dpa

Oke Göttlich, Präsident des FC St. Pauli:

„Als ehemaliger Journalist wünsche ich mir den Erhalt der Hamburger Morgenpost. In Zeiten, in denen Rechtspopulisten versuchen unsere Gesellschaft zu teilen, ist die Presse in der Funktion als Verbindungs- und Kontrollorgan ein unverzichtbares Gut. Der öffentliche und mediale Diskurs benötigt eine pluralistische Medienwelt, die mehrere Blickwinkel beleuchtet und im Kleinen wie im Großen eine Stimme für die Menschen dieser Stadt ist. Deswegen solidarisieren wir uns mit den Redakteur*innen und hoffen auf eine positive Wendung. Es darf nicht sein, dass eine weitere Stimme verschwindet. Dies wäre kein gutes Zeichen für uns alle.“

Andreas Bornemann, Sportchef des FC St. Pauli:

„In meiner Zeit beim FC St. Pauli habe ich die Hamburger Morgenpost als kritische, aber faire Begleitung unseres Vereins kennen und schätzen gelernt. Unser Sport lebt auch von der Berichterstattung durch den Journalismus. Er bereichert uns, schaut uns auf die Finger und macht den Fußball interessanter. So wäre das Verschwinden der Zeitung ein herber Verlust für Hamburg und den FC St. Pauli.“

Joachim Lenders, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) in Hamburg:

„Die »Hamburger Morgenpost« ist ein Original! Wenn man so will, ist die »Mopo« ein »gedruckter« Fischmarkt – laut und leise, bunt, vielfältig, mal ein kurzer Happen zwischendurch und dann wieder eine lange Geschichte so wie die Storys eines alten Kapitäns. Danke »Mopo«, das kann so bleiben – Kurs halten! Das wünscht sich die DPolG Hamburg!“

Jan Reinecke, Landesvorsitzender Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK):

„Wie ein wichtiges Beweisstück einen Kriminalfall löst, komplettiert die MOPO die Hamburger Medienlandschaft“.

Alexander Porsche, Vorsitzender NABU Hamburg:

„Das Mediensterben in Hamburg ist ein alarmierendes Zeichen. Wir brauchen dringend Meinungsvielfalt und ausgewogene Berichterstattung, die eine breite Öffentlichkeit erreicht. Das Redaktionsteam der MOPO hat immer einen wichtigen Teil dazu beigetragen. Ob der Verlust von Grünflächen, die Luftverschmutzung im Hafen oder die Artenvielfalt in der Stadt – die MOPO bringt die Bandbereite der Naturschutzthemen ihren Lesern auf eine gut verständliche Weise näher und klärt auf. Sie steht für Meinungsbildung und Pressefreiheit, die Basis für eine funktionierende Demokratie. Für uns ist die MOPO eine wichtige „Art“ in der Medienlandschaft, die vorm Aussterben dringend bewahrt werden muss.“

Andre Trepoll, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft:

„Die Meinungs- und Medienvielfalt ist ein hohes Gut. Und eine lebendige und vielfältige Presselandschaft ist für die Funktionsfähigkeit der Demokratie unerlässlich. Dazu gehört für mich in Hamburg ganz selbstverständlich auch die Mopo. Ihre Geschichten aus den Stadtteilen vermitteln das typische Hamburger Lebensgefühl, das ist wichtig. Die Mopo war in den letzten Jahren und Jahrzehnten durchaus kritisch zu uns, aber genau diese vielfältige journalistische Kontrolle, wird in Hamburg auch weiterhin gebraucht. Wir stellen uns als CDU daher mit Nachdruck hinter die Bemühungen der Mopo-Redaktion und -Geschäftsführung, diese am Standort Hamburg zu erhalten und die Arbeitsplätze zu sichern. Denn guter Journalismus wird auch im digitalen Zeitalter von Menschen gemacht. Möge die Mopo unserer Stadt noch sehr lange und gewohnt kritisch erhalten bleiben!“

Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg:

„Für Hamburg wäre es fatal, wenn es die MOPO nicht mehr gäbe. Vor allem das Verlagshaus Dumont steht in der Verantwortung, nicht mit einem Federstreich die wichtige Meinungsvielfalt in unserer Stadt empfindlich zu schwächen und das auch noch auf Kosten der engagierten Belegschaft. Die MOPO muss bleiben!“

Johannes Kahrs, SPD, Bundestagsabgeordneter für Hamburg-Mitte:

„Die Hamburger Morgenpost gehört für mich zur schönsten Stadt der Welt wie Alster, Fischbrötchen und der Hamburger Dom. Die Morgenpost ist wichtig für den Medienstandort Hamburg und hat gute Hamburger Tradition. Klare Kante gegen die Zerschlagung. Wir müssen die MOPO retten und die Jobs sichern!“

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Schauspieler Yannik Meyer

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picture alliance/dpa

Yannik Meyer, Schauspieler:

„Während der Schauspielschule habe ich auf dem Kiez als Barkeeper gearbeitet und immer wenn nichts los war, habe ich mir vom Kiosk nebenan eine Mopo geholt, die mir dann die Zeit verkürzt hat. Danke dafür! Die Mopo gehört zu Hamburg wie der Hafen, der Michel, der HSV und meinetwegen auch der FC St.Pauli! Es darf nicht sein, dass jetzt die komplette Redaktion dieses hamburger Originals vor die Tür gesetzt wird. Rettet die Mopo!!“

Frank Schweikert, Kurator der Hamburger Klimawoche:

„Wer die Medienvielfalt schwächt, schwächt die Demokratie. Gerade in Zeiten, in denen sich Klimaleugner*innen und Verbreiter*innen von Fake News offen positionieren, ist eine fundierte und faktenbasierte Information der Bevölkerung über Politik, Umwelt und Klimaschutz dringend geboten. Die MOPO greift immer wieder die gesellschaftlich relevanten Themen der Zeit auf und benennt klar die Probleme sowie Herausforderungen, vor denen wir alle stehen. Nur durch möglichst viele, kritische und unabhängige Medien können sich die Bürger*innen eine eigene Meinung bilden und an positiven Veränderungen teilhaben. Deswegen ist die MOPO für Hamburg unerlässlich.“

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