Dönitz-Operette

Im Hof des Flensburger Polizeipräsidiums werden sie nach ihrer Festnahme der internationalen Presse vorgeführt: Rüstungsminister Albert Speer (l.), Admiral Karl Dönitz, Hitlers Nachfolger als Staatsoberhaupt, und General Gustav Jodl. Foto: AP Photo/Henry Griffin

paidDie Dönitz-Operette: Wieso Hitlers Nachfolger nach dem Ende einfach weiterregierte

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Was sich bis zum 23. Mai 1945 in Flensburg, eineinhalb Autostunden nördlich von Hamburg, abspielt, nennt der Historiker Gerhard Paul, Autor des Buches „Mai 1945: Das absurde Ende des ,Dritten Reiches‘“, ein „tragikomisches Schauspiel ohne Zuschauer, das in der Selbstvergewisserung eines untergehenden Systems gipfelte“. Die sogenannte „Dönitz-Operette“ ist ein weitgehend vergessenes Kapitel deutscher Geschichte. Nicht am 8. Mai, wie alle glauben, ist das Nazi-Regime am Ende gewesen, sondern so richtig erst zwei Wochen später. Ein Staat, den es gar nicht mehr gab, führte noch eine Woche nach der Kapitulation ein Staatsbegräbnis mit Hitler-Foto und Hakenkreuzfahne durch. Mit Wissen der Dönitz-Regierung wurden sogar noch Deserteure hingerichtet – obwohl der Krieg längst aus war. Dann endlich machten die Briten diesem Spuk ein Ende. Ein völlig vergessenes Kapitel deutscher Geschichte


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