An der Tarpenbekstraße steht stadteinwärts nach dem festen Blitzer nur 260 Meter später ein mobiler Blut-Anhänger.
  • Doppelt geblitzt hält besser: An der Tarpenbekstraße steht stadteinwärts nach dem festen Blitzer nur 260 Meter später ein mobiler Blut-Anhänger.
  • Foto: Florian Quandt

Dutzende Schnellfahrer erwischt: Der Doppel-Blitzer von Eppendorf

In Hamburg gibt es 43 stationäre Blitzer und 14 mobile Blitz-Anhänger. Und manchmal werden beide Geschwindigkeitsmesssysteme auch kombiniert. An der Tarpenbekstraße in Eppendorf befindet sich stadteinwärts eine fest installierte Anlage kurz hinter dem Nedderfeld. Die kennen viele Autofahrer und sie reduzieren daher rechtzeitig davor das Tempo. Am Donnerstag allerdings stellte die Polizei knapp 300 Meter weiter einen mobilen Blitz-Anhänger auf. Dutzende Schnellfahrer wurden erwischt.

Überhaupt werden in Hamburg deutlich mehr Raser durch mobile Blitzer ermittelt, als durch die teilweise schon seit Jahrzehnten bestehenden festen Blitzer. Während mobile Anlagen laut Innenbehörde im vergangenen Jahr rund 555.000 Mal blitzten und so mehr als 16 Millionen Euro in die Stadtkasse spülten, kamen die festen Blitzer nur auf 291.000 Treffer und 6,21 Millionen Euro Bußgelder.

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Mobiler Blitz-Anhänger an der Tarpenbekstraße stadteinwärts.
Dutzende Schnellfahrer blitzte dieser mobile Blitz-Anhänger am Donnerstag an der Tarpenbekstraße stadteinwärts.

Weil sie so lukrativ sind, ist es kein Wunder, dass Hamburg bald schon 20 mobile Blitz-Anhänger einsetzen will. Ihr großer Vorteil gegenüber anderen mobilen Geräten wie dem sogenannten Dreibein oder dem Hand-Laser: Die Polizei braucht so gut wie kein Personal für die Anhänger-Messungen.


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Mobile Blitzer in Hamburg oft zerstört oder besprüht

Doch es gibt einen großen Nachteil: Die mobilen Blitz-Anhänger stehen tagelang unbewacht am Straßenrand und sie sind zunehmend Rache-Aktionen vermutlich geblitzter Autofahrer ausgesetzt. Meist setzen die Täter Farbsprühdosen ein, doch einige der wertvollen Geräte sind auch schon mit Spitzhacken bearbeitet worden. Auch Brandanschläge mit Treibstoff hat es schon gegeben. Die Polizei setzt nun Zivilfahnder zur Überwachung der Anhänger ein.

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