Ist das Licht am Ende des Tunnels schon zu sehen? In Hamburg scheint sich die Corona-Situation langsam wieder zu entspannen. 
  • Ist das Licht am Ende des Tunnels schon zu sehen? In Hamburg scheint sich die Corona-Situation langsam wieder zu entspannen. 
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Der Corona-Lichtblick: Hamburg macht Hoffnung auf Ende der Pandemie

Seit mehr als einem Jahr hat die Corona-Pandemie nicht nur Hamburg, sondern ganz Deutschland fest im Griff – Corona-Blues trotz Frühlingswetters. Dabei ist die Entwicklung in Hamburg endlich mal ein Lichtblick.

Denn in der Hansestadt sind die Corona-Infektionszahlen seit Tagen rückläufig. Wurden vor einer Woche am 14. April noch 479 Corona-Infektionen bestätigt, sank die Zahl stetig bis auf 227 Neuinfektionen am Dienstag. Zwar sind am Mittwoch mit 400 erneut viele Infektionen gemeldet worden, dennoch sank die Sieben-Tage-Inzidenz im Vorwochenvergleich konstant weiter und lag zuletzt bei 130,3.

Auch deutschlandweit gehen die Zahlen der Neuinfizierten herunter. Doch Hamburg verzeichnet den stärksten Rückgang der Inzidenz – um 6,5 Prozent.

Corona-Krise: In Hamburg kommt das rettende Ufer in Sicht

Ein Grund für die positive Hamburger Entwicklung könnte die in der Hansestadt geltende Ausgangsperre sein, die deutschlandweit kontrovers diskutiert wird. Der Hamburger Senat sieht sich zumindest in seinem Schritt bestätigt: „Die bestehenden Einschränkungen sollen das Infektionsgeschehen abbremsen, und die Bremswirkung können wir jetzt auch sehen“, sagte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag.

Insbesondere nannte er hierbei eben jene Ausgangsbeschränkungen: „Wir sehen erste Erfolge und es ist gut, wenn wir auf diesem Weg weiter vorangehen.“

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Auch Hamburgs Innensenator Andy Grote (SPD) führt die positive Entwicklung in der Hansestadt auf die bestehende Ausgangssperre zurück: „Als wir die Ausgangssperre hier angekündigt haben, hatten wir eine Inzidenz von über 160. Wir sind das einzige Bundesland, dass seit diesem Zeitpunkt kontinuierlich zurückgeht auf heute 134.“ Wenn man sich die zeitliche Korrelation ansehe, sei dies die naheliegendste Begründung, so Grote.

Hamburg als Vorreiter? Ausgangssperre zeigt Wirkung

„Nach 21 Uhr haben wir wenig Verstöße, es ist sehr ruhig in der Stadt.“ Dies gelte sowohl für den öffentlichen als auch für den privaten Raum. „Verbunden mit der hohen Akzeptanz ist es plausibel, dass es da einen Zusammenhang gibt“, so Grote weiter.

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Einen weiteren Grund zur Hoffnung macht auch die mittlerweile gut anlaufende Impfkampagne in Hamburg. Stand Dienstag haben rund 376.000 Hamburger bereits eine Corona-Schutzimpfung erhalten.

Corona: Auch Impfkampagne macht Fortschritte in Hamburg

Zudem finden von Mittwoch bis Freitag im Zentralen Impfzentrum drei Sonder-Impftage statt, an denen ausschließlich AstraZeneca an die über 60-Jährigen verimpft wird. Das Interesse an der Aktion ist so groß, dass an allen Tagen jeweils mehr als 8500 Termine vergeben wurden.

Dennoch müsse man weiter wachsam sein und jetzt nicht lockerlassen, mahnte Schweitzer. Denn „die Lage in den Kliniken ist weiter angespannt“.

Wie die Sozialbehörde am Dienstag mitteilte, seien die Zahlen in den Hamburger Krankenhäusern zwar leicht gesunken, dennoch müssten gegenwärtig in 20 Krankenhäusern 311 Patienten stationär behandelt werden. Für 111 dieser Patienten sei eine intensivmedizinische Behandlung erforderlich. Zudem betonte Schweitzer, dass der R-Wert mit 1,02 „nach wie vor zu hoch“ sei. 

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