Hamburgs Gesungheitssenatorin Melanie Leonhard
Hamburgs Gesungheitssenatorin Melanie Leonhard
  • Hamburgs Sozial- und Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD)
  • Foto: dpa

Coronavirus: Hamburgs Sozialsenatorin hält Kitas nicht für Infektionstreiber

Ab nächster Woche gilt in Hamburger Kitas eine Notbetreuung. Schon im Vorfeld sorgt diese Ankündigung für Unmut bei den Eltern. Ein Statement von Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) lieferte nun erneut Zündstoff.

„Unsere Erfahrung aus dem vergangenen Jahr ist: Kitas sorgen nicht dafür, dass sich Infektionen schneller verbreiten“, so Leonhard am Donnerstag. „Dass wir nun die Betreuung dennoch weiter einschränken müssen, geht darauf zurück, dass Kontakte in jedem Lebensbereich reduziert werden müssen.“ Gibt es da etwa auch bei Hamburgs Sozialsenatorin Unmut über die aktuellen Beschlüsse?

Corona-Beschlüsse: Hamburg hält sich an die allgemeine Linie

„Hamburg setzt die Beschlüsse der Ministerpräsidenten konsequent und zügig um, ohne hier Abweichungen vorzunehmen“, so Martin Helfrich, Sprecher der Sozialbehörde, auf Nachfrage der MOPO.

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Die allgemeine Linie, Kontakte in allen Lebensbereichen noch weiter einzuschränken, werde damit umgesetzt. Durch die Reduzierung auf eine Notbetreuung komme es auch zu verringerten Kontakten bei Erwachsenen, wie sie etwa beim Bringen und Abholen der Kinder entstehen. 

Hamburger Sozialbehörde: Einschränkungen belasten Familien

„Dennoch ist diese Einschränkung erheblich, und sie belastet Kinder, Familien und Eltern gleichermaßen“, so Helfrich weiter. Dies sei dem Senat bei seiner Entscheidung bewusst gewesen. Aufgrund der Infektionslage und der Ausbreitung von Virusmutationen sei sie jedoch erforderlich gewesen. Beim Betrieb der Kitas müsse stets eine Abwägung zwischen vielen berechtigen Interessen getroffen werden.

Lockerungen zuerst bei Kitas und Schulen

„Eine Priorität für mich ist ganz klar, dass zuerst Kitas und Schulen wieder geöffnet werden müssen“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag. Sie stünden auf Rang eins im Hinblick auf mögliche Lockerungen ab einem Niveau von 50 Neuinfektion pro 100.000 Einwohnern, das sei völlig unstrittig. Diese Einschätzung teile auch die Hamburger Sozialbehörde.

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