• Der Hafen von Büsum: Die beliebte Ferienregion Dithmarschen befürchtet, ein Corona-Risikogebiet zu werden.
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Corona zurück im Norden: So ist die Lage in Hamburg und Schleswig-Holstein

Nachdem es sich einige Wochen so angefühlt hatte, als sei die Pandemie-Zeiten vorüber, hinterlässt das Virus im Norden Deutschlands wieder seine Spuren: Hamburg hat am Donnerstag die höchste Fallzahl seit Wochen vermeldet: 31 neue Infektionsfälle sind binnen 24 Stunden registriert worden. Erstmals seit Wochen wurde auch wieder ein Todesfall registriert.

In Schleswig-Holstein sieht die Lage ähnlich aus: Im nördlichsten Bundesland bleibt das Infektionsgeschehen weiterhin im zweistelligen Bereich. Innerhalb eines Tages wurden 22 neue Fälle gemeldet.

Corona: So ist die Lage jetzt in Hamburg und Schleswig-Holstein

Besonders betroffen ist derzeit der Landkreis Dithmarschen, der kurz davor steht, zum Corona-Risikogebiet erklärt zu werden. Am Mittwochabend sagte Landrat Stefan Mohrdieck (parteilos) dem NDR, dass 13 neue Infektionen gemeldet wurden – zusätzlich zu den 33 aus den vergangenen Tagen. Noch ist der Grenzwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen nicht erreicht  – dafür müsste es bei rund 133.000 Einwohnern 66,5 Fälle geben.

Die meisten Infektionen innerhalb des Landkreises zählt die Kreisstadt Heide. Die 33 bekannten Fälle stammen aus zwei in Heide lebenden Familien. Die Behörden gehen davon aus, dass Reiserückkehrer die Infektionskette ausgelöst haben.

Dithmarschen: Maßnahmen sollen neuen Corona-Hotspot verhindern

Die stark ansteigenden Fallzahlen haben Konsequenzen für Dithmarschen: Der Kreis ergreife jetzt Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus, so Mohrdieck. Geplant sei eine Maskenpflicht auf den Wochenmärkten, die Anzahl der Kunden in den Läden werde eingeschränkt, Aufsteller sollen aus der Innenstadt verschwinden, damit mehr Platz zum Ausweichen ist. Ab Freitag soll dann großflächig getestet werden, vor allem in den Wohnquartieren.

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Auch in Hamburg sind die Corona-Auswirkungen wieder deutlicher zu spüren. Zuletzt wurde bekannt, dass das milliardenschwere XXL-Einkaufsviertel „Westfield Hamburg-Überseequartier“ nicht wie geplant 2022 eröffnen kann. Grund für die Verzögerungen seien Beeinträchtigungen durch Corona-Maßnahmen. In einer Mitteilung hieß es, dass die Eröffnung auf die zweite Jahreshälfte 2023 verschoben wird. (mhö)

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