In Hamburg kann man sich an verschiedenen Orten auf Corona testen lassen. Auch am Hauptbahnhof gibt es ein Testzentrum.
  • In Hamburg kann man sich an verschiedenen Orten auf Corona testen lassen. Auch am Hauptbahnhof gibt es ein Testzentrum.
  • Foto: imago images/teutopress

Corona-Tests vor Weihnachten: Hier kann man sich in Hamburg jetzt noch testen lassen

Zur Weihnachtszeit und den Feiertagen kommt Hamburg mit der Familie zusammen – wenn auch in deutlich kleinerer Runde als in den vorherigen Jahren. Um gerade auch die ältere Verwandtschaft zu schützen, ist der Ansturm auf die Corona-Test-Zentren enorm. Die MOPO gibt einen Überblick, welche Tests wo in Hamburg noch vor den Weihnachtsfeiertagen möglich sind. 

Derzeit gibt es drei Corona-Testverfahren: PCR-Tests, Antigen-Schnelltests und Antikörpertests. Der PCR-Test gilt als am zuverlässigsten, er weist das Erbgut des Sars-Cov2-Virus nach. Für die Auswertung braucht es ein Labor, die Wartezeit bis zum Ergebnis beträgt in der Regel mindestens 24 Stunden.

Corona-Tests in Hamburg: Diese Teststationen gibt es

Antigen-Schnelltests liefern bereits Ergebnisse nach 15 Minuten und untersuchen anstatt des Erbguts, ob Antigene des Virus vorhanden sind. Frei verkäuflich sind sie bislang nicht. Lediglich medizinisch geschultes Personal kann die Schnelltest offiziell erwerben – zu hoch ist bislang die Befürchtung, dass Menschen bei selbständiger Anwendung Fehler machen und sich bei einem negativen Ergebnis in trügerischer Sicherheit wiegen. 

Antikörpertests ermitteln mithilfe einer Blutentnahme, ob der Körper bereits Antikörper gegen Corona gebildet hat. Der Test ergibt also nur wirklich Sinn, wenn man bereits am Virus erkrankt war und weist nicht nach, ob man derzeit erkrankt ist. 

Hier kann man sich in Hamburg auf Corona testen lassen

In den verschiedenen Teststationen in Hamburg wird vor allem mit PCR-Tests und Antigen-Schnelltests gearbeitet. In Hamburg gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich einem Test zu unterziehen.

Hausarzt: Jeder kann theoretisch seinen Hausarzt anrufen und dort im Normalfall einen Corona-Test machen. Allerdings entscheidet der Arzt vor allem auf Basis der Symptomschilderung des Patientens, ob er einen macht oder nicht. Auch ein erhöhter Risikokontakt zu einer infizierten Person kann ein Grund für einen Test sein. Die Terminabsprache erfolgt im Voraus, vor Ort wird ein PCR-Test gemacht und die Probe dann ins Labor geschickt. Das Ergebnis wird anschließend zum Beispiel per E-Mail oder SMS mitgeteilt Kosten: keine

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: Wer Symptome wie Husten, Fieber, Schnupfen oder Geruchs- und Geschmacksstörungen hat, kann sich jederzeit unter der Rufnummer 116 117 melden. Es gibt dort mobile Ärzteteams, die auch zu Hause vorbeikommen und einen PCR-Test durchführen. Die Telefonnummer ist durchgehend erreichbar. Kosten: keine

Deutsches Rotes Kreuz: Das Rote Kreuz bietet in Hamburg PCR-Tests für Menschen ohne Symptome an. Unter der Telefonnummer (040) 55 44 49 222 kann man einen Termin vereinbaren. Getestet wird in einer zentral gelegenen Sammelstelle, die einem beim Anruf mitgeteilt wird. Erreichbar ist die Hotline montags bis freitags von 8 Uhr bis 20 Uhr. Das Ergebnis kommt dann per App oder Post. Kosten: 93 Euro

Corona-Test am Flughafen – verschiedene Varianten

Flughafen: Das Unternehmen Centogene bietet am Hamburger Flughafen im Terminal 1 eine Corona-Test-Station an. Getestet wird nach Wahl per PCR- oder Antigen-Methode. Hier darf man nur ohne Symptome vorbeikommen. Wer online einen Termin macht, muss nicht so lange warten. Geöffnet ist die PCR-Station jeden Tag von 6.30 Uhr bis 20.30 Uhr, die Antigen-Schnelltest-Station montags bis freitags von 10 Uhr bis 16 Uhr (an den Feiertagen hat das Testzentrum offen, die Öffnungszeiten weichen aber ab). Ergebnisse werden online übermittelt. Kosten: PCR-Tests gibt es für 139 Euro (sechs Stunden bis Ergebnis) und 59 Euro (24 Stunden bis zum Ergebnis). Der Antigentest kostet 79 Euro (Ergebnis innerhalb von 90 Minuten). Die Wartezeit für einen Tests liegt derzeit bei etwa zwei Stunden.

Testzentrum am Hauptbahnhof:Am Hauptbahnhof gibt es ein Testzentrum der kassenärztlichen Vereinigung. Hier dürfen nur symptomfreie Menschen, die aber einen Corona-Test benötigen, getestet werden. Kommen dürfen: Menschen vor Aufnahme in Krankenhäuser oder Alten- und Pflegeheime, Menschen, deren Corona-Warn-App ein erhöhtes Risiko aufzeigt und Schulbeschäftigte. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Zentrum hat täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet und kann jeden Tag rund 2000 PCR-Tests durchführen. Kosten: keine

Testzentrum im Alstertal-Einkaufszentrum: Im AEZ bieten die Hamburger Malteser in Kooperation mit der Sanovia Healthcare GmbH Antigen-Schnelltests an. Montags bis samstags kann jeder ohne Symptome zwischen 10 und 20 Uhr einen Rachenabstrich durchführen lassen. Das Ergebnis liegt nach 15 bis 30 Minuten per E-Mail vor. Das Testzentrum befindet sich auf dem Parkdeck Ost vor der Bücherhalle und ist bis einschließlich den 24. Dezember geöffnet (an Heiligabend von 10-14 Uhr). Kosten: 49 Euro. UPDATE: Hier sind zumindest online trotz erweiterter Kapazitäten keine Termine mehr buchbar.

Testzentrum am Rathausmarkt: Mit dem privaten Covid-Testzentrums an der Großen Bäckerstraße sollen vor allem staatliche Labore zur Weihnachtszeit entlastet werden. Hier werden Antigen-Schnelltests durchgeführt – die Ergebnisse sind bereits nach 20 Minuten online verfügbar. Das Zentrum ist in den nächsten Tag ab 8 Uhr geöffnet und schließt erst um 24 Uhr. Auch an den Weihnachtstagen sind Tests möglich: Von 8-16 Uhr können sich Interessierte dort einen Termin buchen. Kosten: 49,90 Euro. Aufgrund der starken Nachfrage sind Termine momentan erst wieder ab 25.12. verfügbar.

Große Elbstraße: In der Großen Elbstraße hat das Corona-Schnelltest-Team Hamburg seinen Sitz und testet mit dem Antigen-Schnelltest Personen vor Ort. Ab 20 Personen kann der Test auch mobil gebucht werden, z.B. für das Büro oder den Betrieb. Die Kosten liegen bei 39,90 Euro vor Ort und bei 49,90 Euro für den mobilen Schnelltest-Service. Vor Weihnachten sind zumindest für das Testzentrum keine Termine mehr buchbar, sondern erst wieder ab 28. Dezember. 

Café Knuth: In der Großen Rainstraße 21 in Ottensen kann man sich per Antigen-Test innerhalb von 15 Minuten testen lassen. Man darf auch hier keine Corona-Symptome vorweisen und muss sich online vorher einen Termin buchen. Kosten: 29 Euro. 

Hamburg: Corona-Test ohne Abstrich möglich

Gurgel-Test auf der Reeperbahn: Das Corona Freepass Testzentrum auf dem Spielbudenplatz bietet PCR-Tests an, bei denen auf den Rachenabstrich verzichtet wird. Stattdessen gurgelt man rund 20 Sekunden eine Kochsalzlösung, die dann analysiert wird. Weil die Methode so neu ist, kann noch nicht genau beurteilt werden, ob der Test genau so verlässlich ist wie ein herkömmlicher PCR-Test mit Rachenabstrich. Ein Ergebnis liegt nach spätestens 24 Stunden vor und wird per SMS versandt. Termine können online über die Website von Corona Freepass ausgewählt werden. Kosten: 24,95 Euro. Hier sind keine Termine mehr vor Weihnachten verfügbar, erst wieder ab 27. Dezember.

Selbst-Test: Mittlerweile verkaufen sowohl Rossmann als auch dm online Corona-Tests, die man Zuhause machen kann. Dabei handelt es sich um Antikörpertests der Marken Lykon, AProof (beide bei Rossmann) und cerascreen (dm). Die Tests weisen keine aktuelle Infektion nach, sondern sollen anzeigen, ob der Körper aufgrund einer vorigen Corona-Infektion Antikörper gebildet hat. Es kann aber laut RKI noch keine abschließende Aussage darüber gefällt werden, ob man nicht trotz Antikörpern andere Menschen infizieren kann und wirklich immun ist. Bei den verkauften Tests nimmt der Anwender selbst eine Blutprobe und schickt sie dann ins Labor. Wenn die Auswertung erfolgt ist, wird einem das Ergebnis online übermittelt. Kosten: 49 Euro (AProof), 49,95 (cerascreen) und 59,95 Euro (Lykon).

Mit Mundspülungen gegen Corona?

Corona-Schutz: Allgemein gilt, dass die AHAL-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmasken, Lüften) und vor allem die Kontaktminimierung das Risiko einer Infektion eindämmen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) brachte zuletzt auch Mundspülungen zur Corona-Abwehr ins Spiel. Der Gedanke: Mundspülungen könnten Viren im Nasen- und Rachenraum abtöten und so verhindern, dass (unwissentlich) Infizierte zum Beispiel beim Sprechen andere Menschen anstecken. Ob die Methode wirklich hilft, ist bislang nicht wissenschaftlich erwiesen – es laufen derzeit Studien. Im Zweifel kann es aber sicher nicht schaden, regelmäßig eine Mundspülung zu verwenden.

Wichtig ist, dass ein Corona-Test immer nur eine Momentaufnahme sein kann – vor allem bei Antigen-Schnelltests. Es bedeutet also nicht, dass man, nur weil ein Test zum Beispiel am 22. Dezember durchgeführt wurde, auf keinen Fall Verwandte oder Freunde über die Weihnachtsfeiertage anstecken kann. 

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