Ein Biologe untersucht im Labor Abwasserproben auf Krankheitserreger.
Ein Biologe untersucht im Labor Abwasserproben auf Krankheitserreger.
  • Die Analyse des Abwassers hilft dabei, das Infektionsgeschehen zu überwachen. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance / dpa | Bernd von Jutrczenka

Corona: Diese Daten will Hamburg weiter erheben

Die Zusammensetzung unseres Abwasser ist in vielerlei Hinsicht aufschlussreich – sogar für die Überwachung der Corona-Lage in der Stadt. Durch die Analyse des Abwassers können Krankheitserreger wie SARS-CoV-2 nachgewiesen werden. Das hilft dabei, das aktuelle Infektionsgeschehen im Blick zu behalten. In Hamburg sollen die Untersuchungen deshalb weiterlaufen.

Angesichts der bislang guten Datenlage zur Erhebung der Corona-Infektionslage über das Abwasser will Hamburg die Untersuchungen in der Hansestadt fortsetzen. „Die Ergebnisse des Projekts sind vielversprechend – sie sind aus meiner Sicht ein gutes Instrument, um den Gesundheitsschutz der Hamburgerinnen und Hamburger in der Lageeinschätzung zu ergänzen, auch wenn aus Abwasserdaten nicht direkt auf die aktuelle Inzidenz geschlossen werden kann“, erklärte Gesundheitssenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD) am Mittwoch.

Abwasseranalyse hilft bei Beurteilung des Infektionsgeschehens

Das Abwassermonitoring zeige realistische Trendverläufe und helfe so bei der Beurteilung des Infektionsgeschehens. Auch sei es unabhängig vom Testverhalten der Bevölkerung.

Bislang untersucht Hamburg als einer von bundesweit 20 Projektstandorten seit fast einem Jahr wöchentlich vier Proben aus dem Klärwerk Köhlbrandhöft. Da jedoch das von der Europäischen Kommission geförderte Pilotprojekt „ESI-CorA“ zur Erhebung der Corona-Infektionslage Ende des Monats ausläuft, will sich die Hansestadt den Angaben zufolge nun um die Teilnahme an einem neuen bundesweiten Projekt bewerben.

Das könnte Sie auch interessieren: Steuerhinterziehung bei Corona-Masken – Urteil erwartet

Die erste Phase des Anschlussprojekts dauere zunächst bis Ende April. Danach folge dann das Projekt „Amelag“ des Bundesgesundheitsministeriums. (dpa/mp)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp