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Bundesweite Proteste bei Airbus: Allein in Hamburg kämpfen 2200 Arbeiter um ihre Jobs

Stellenabbau beim Flugzeugbauer: Airbus will weltweit 15 000 Stellen streichen, rund 3000 davon allein im Norden. Beschäftigte und die IG Metall haben am Dienstag mit dem bundesweiten Aktionstag „Wenn wir zusammenhalten, ist alles möglich“ gegen die drohenden betriebsbedingten Kündigungen protestiert. 

Gleichzeitig forderten die Gewerkschafter am Dienstag den Flugzeughersteller zu Tarifverhandlungen über den Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen auf. Statt eines Stellenabbaus setzt die IG Metall unter anderem auf Kurzarbeit, eine Vier-Tage-Woche und Arbeitszeitverkürzungen. 

„Der geplante Personalabbau ist überzogen und riskiert die Zukunftsfähigkeit von Airbus. Wir brauchen keine Abrissbirne, sondern eine Brücke in die Zukunft“, sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste, auf der Kundgebung in Hamburg-Finkenwerder.

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Demo bei Airbus: Mitarbeiter protestieren mit einem Autokorso in Hamburg-Finkenwerder gegen drohende Kündigungen. Rund 2200 Stellen sollen in Hamburg wegfallen.

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Massiver Stellenabbau bei Airbus: Beschäftigte protestieren gegen drohende Kündigungen

In Hamburg inklusive Buxtehude und Fuhlsbüttel sollen es Airbus-Angaben zufolge 2325 Stellen sein, in Bremen geht es um 445, in Stade um 365 und an weiteren Standorten um 40 Stellen. Die IG Metall Küste spricht jedoch von höheren Zahlen. 

„Wir müssen alles tun, um die Menschen im Betrieb zu halten. Alles andere wäre verantwortungslos gegenüber den Beschäftigten und ihren Familien. Zudem brauchen wir das Fachpersonal, wenn die Auslastung wieder steigt“, sagte Friedrich. 

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Sophia Kielhorn, Vorsitzende des Betriebsrats, spricht auf der Demonstration gegen betriebsbedingte Kündigungen in Hamburg-Finkenwerder.

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Auf Kundgebungen, Demonstrationen und Informationsveranstaltungen machten Arbeitnehmervertreter vor den Werkstoren in Hamburg, Bremen, Nordenham, Stade und Varel deutlich, dass der geplante Abbau die Zukunft von Airbus und seinen Tochtergesellschaften gefährde.

Airbus: Beschäftigte protestieren gegen geplanten Stellenabbau wegen Corona

Bei Airbus in Hamburg-Finkenwerder versammelten sich coronabedingt rund 200 Beschäftigte und protestierten mit Plakaten wie „Erst Kurzarbeit, dann arbeitslos? Nicht mit uns!“ gegen die Arbeitgeberpläne. Anschließend gab es einen Autokorso.

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„Nicht mit uns“: Airbus-Mitarbeiter setzen auf dem Gelände von Airbus in Finkenwerder ein klares Zeichen gegen den geplanten Stellenabbau. 

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Auch in Bremen und Stade gab es Kundgebungen. Bei Premium Aerotec in Varel stellten Beschäftigte den Angaben zufolge 500 leere Stühle auf dem Gelände auf, um symbolisch jene Arbeitsplätze darzustellen, die bundesweit bei dem Unternehmen bedroht sind. Der Luft- und Raumfahrtkonzern hatte mitgeteilt, dass der Stellenabbau die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Aktivitäten an den deutschen Standorten widerspiegele.

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In Hamburg-Finkenwerder und Fuhlsbüttel arbeiten der Gewerkschaft zufolge gut 14 600 Menschen, bundesweit beschäftigt Airbus an fast 30 Standorten rund 46 000 Menschen. Der weltweite Stellenabbau soll bis Sommer 2021 umgesetzt werden. (dpa/mel)

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