• „Besser Welt als nie“: Dennis Kailing macht Rast in der Wüste Boliviens.
  • Foto: 24 Bilder/Opticose Productions

Bücher und Filme: Erst schmökern und schauen – und dann rauf aufs Rad!

Es muss ja nicht gleich eine Reise um die Welt sein. Jetzt, wo der Frühling kommt, macht Radfahren einfach Spaß. Zur Einstimmung hat die MOPO eine Auswahl Lesens- und Sehenswertes zusammengestellt: Bücher und Filme, Klassiker und Neuerscheinungen.

„Gebrauchsanweisung fürs Fahrradfahren“

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Foto:

MOPO

Der Journalist Sebastian Herrmann ist passionierter Bergsteiger. Seine zweite große Leidenschaft ist das Radfahren – vom täglichen Arbeitsweg bis hin zu Amateurrennen, Alpenüberquerungen und Donau-Radwanderungen in all seinen Facetten. In seinem Buch erzählt er von skurrilen Rekorden, Klapprad-Weltmeisterschaften und Profisportlern. Und stellt grundlegende Fragen: Kann man in eng anliegender Funktionskleidung seine Würde wahren? Muss man an roten Ampeln tatsächlich halten, wenn man so umweltfreundlich unterwegs ist? Und wie reagiert man, wenn Diebe einem die große Liebe ausspannen? Eine äußerst unterhaltsame Lektüre.

Gebrauchsanweisung fürs Fahrradfahren

Sebastian Herrmann schrieb eine „Gebrauchsanweisung fürs Fahrradfahren“

Foto:

Piper

Sebastian Herrmann: „Gebrauchsanweisung fürs Fahrradfahren“,  220 S., Piper, 15 Euro

„Copenhagenize“

Copenhagenize

„Copenhagenize“ von Mikael Colville-Andersen

Foto:

Verlag Thiemo Graf

Bereits ab 1962 wurden Straßen in Kopenhagen für den Autoverkehr gesperrt, um die dänische Metropole  zu einer „Stadt für Menschen“ umzubauen. Heute berät der dänisch-kanadische Stadtplaner und Mobilitätsexperte Mikael Colville-Andersen weltweit Stadt- und Verkehrsplaner bei der Umsetzung einer Infrastruktur, die das Fahrrad in den Mittelpunkt aller Planungen stellt. Er prägte den Begriff „Copenhagenize“, der bezeichnet, wie Städte durch konsequente Bevorzugung des Fahrrads lebenswerter werden. In seinem Buch zeigt er anhand von Geschichten und Beispielen, wie Städte das Fahrrad wieder als akzeptiertes und praktisches Verkehrsmittel etablieren können.

Mikael Colville-Andersen: „Copenhagenize”, 312 S., Thiemo Graf-Verlag, 32 Euro

„Das Fahrrad“

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„Das Fahrrad – Eine Kulturgeschichte“ von Hans-Erhard Lessing

Foto:

Klett-Cotta

Man macht es sich meist gar nicht bewusst, aber die Geschichte des Fahrrads ist eine echte Erfolgsstory: Von der Laufmaschine über das Hoch- und Niederrad, vom Tret- zum Rennrad und Elektrobike hat sich das Fahrrad gegen alle Konkurrenten durchgesetzt und ist das am weitesten verbreitete Verkehrsmittel. Hans-Erhard Lessing erzählt, wie das Fahrrad vor 200 Jahren weltweit eine wahre Euphorie auslöste, denn zum ersten Mal konnten sich alle individuell bewegen und sich das „Glück auf zwei Rädern“ leisten. Dazu schreibt er über die politischen Dimensionen, die Radfahren hatte und liefert Verblüffendes zur Kulturgeschichte des Zweirads.

Hans-Erhard Lessing: „Das Fahrrad – Eine Kulturgeschichte“, 255 S., Klett Cotta, 20 Euro

„Am blauen Fluss“

Am blauen Fluss NEU

Carmen Rohrbach: „Am blauen Fluss“

Foto:

Piper Malik

Von der Quelle bis zur Mündung ist die Donau 2888 Kilometer lang und verbindet zehn Länder. Carmen Rohrbach ist eine der beliebtesten Reiseschriftstellerinnen Deutschlands, dreht Dokumentarfilme, schreibt für Zeitschriften und hält Vorträge. In ihrem Buch „Am blauen Fluss“ beschreibt sie ihre Radwanderung vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer.

Carmen Rohrbach: „Am blauen Fluss“, 304 S., Piper Malik, 16 Euro

„Im Palast der gläsernen Schwäne“

Timmerberg

Helge Timmerberg: „Im Palast der gläsernen Schwäne“

Foto:

Piper

Der Journalist und Autor Helge Timmerberg hat schon die ganze Welt bereist. Seine Reise- und Abenteuerreportagen erschienen in Magazinen wie „Stern“, „Die Zeit“ und „Merian“, seine Bücher sind Bestseller. Indien hat er schon mehrere Male besucht. Von einer dieser Reisen, als er in den 80er Jahren mit seiner Freundin mit dem Fahrrad von Goa nach Karnataka fuhr, erzählt er in diesem Buch, einem Mix aus Reise- und Tagebuch, das schon fast ein Klassiker ist.

Helge Timmerberg: „Im Palast der gläsernen Schwäne“,  224 S., Piper, 9,99 Euro

101 Dinge …

101 Dinge Fahrrad-Fan

Andrea Reidl: „101 Dinge, die ein Fahrrad-Fan wissen muss“

Foto:

GeraMond

Wo entstand der erste Fahrradclub Deutschlands? Wann startete die erste Tour de France? Was ist Deutschlands heimliche Radlerhauptstadt? Wie funktioniert ein pannensicherer Reifen? Worin unterscheiden sich Mountainbike, Trekkingrad und BMX? Diese und viele weitere Fragen rund ums Rad beantwortet Fahrrad-Bloggerin Andrea Reidl in ihrer „Pflichtlektüre“ für Fahrradfans: mal rein informativ, mal launig amüsant – und immer lesenswert.

Andrea Reidl: „101 Dinge, die ein Fahrrad-Fan wissen muss“, GeraMond, 192 S., 14,99 Euro

Anderswo. Allein in Afrika

Anderswo.Allein in Afrika

„Anderswo. Allein in Afrika“: Der Hamburger Anselm Pahnke filmte seine Reise durch den Kontinent.

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Pahnke

Zu Beginn der Reise im Jahr 2013 sind sich noch zu dritt, doch an der Kalahari-Wüste trennen sich ihre Wege: Der Hamburger Anselm Nathanael Pahnke fährt alleine über den afrikanischen Kontinent. Nur mit dem Fahrrad, 15.000 Kilometer, 414 Tage lang, durch 15 Länder. Er hat weder Bus noch Bahn genutzt, denn er wollte Afrika – „seine Menschen und die Natur“ – erleben, wie es wirklich ist. Gefilmt hat er die gesamte Reise selbst. Und so ist das Ganze auch keine klassische Dokumentation, sondern ein sehr persönliches, filmisches Reisetagebuch; bei der Filmkunstmesse Leipzig mit dem Gilde-Filmpreis 2019 in der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ ausgezeichnet.

Film: „Anderswo. Allein in Afrika“, 103 Min., DVD, Blu-ray, Stream

Buch: „Von Anderswo und anderen Orten”, Avalia Studios, 240 S., 29,90 Euro

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